Landau Rechtsextreme Lehrerin vorerst nicht mehr im Klassensaal

Myriam Kern bei einer Demo im Mai 2019 in Landau.
Myriam Kern bei einer Demo im Mai 2019 in Landau.

Myriam Kern, „die Stimme von Kandel“, wird bis auf Weiteres nicht mehr vor Schülern stehen. Das teilt die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Grund: Der Schulfrieden an der Landauer Nordringschule sei gestört. Die Förderschullehrerin Kern erhalte andere Aufgaben, bis ihr Verhalten und ihre Aussagen von der ADD disziplinarrechtlich geprüft sind.

Vorwürfe von Eltern

Wie mehrfach berichtet, war Kern zum neuen Schuljahr aus Neustadt nach Landau versetzt worden, eigenen Angaben zufolge aus gesundheitlichen Gründen. Sie hat sich nach dem Mord an einer 15-jährigen Schülerin in Kandel durch einen afghanischen Geflüchteten im Dezember 2017 als „Stimme von Kandel“ vor allem in rechtsextremen Kreisen profiliert. Bis Montag war sie von der Nordringschule an zwei Grundschulen abgeordnet worden. Nach Elternprotesten hat die ADD die Abordnung aufgehoben. Kern hat am Mittwoch zum ersten Mal in der Nordringschule gearbeitet.

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