Landau Ratten im Kanalnetz: So geht es den Nagern an den Kragen
Der EWL startet eine Aktion zur Eindämmung von Ratten und anderen Schadnagern. Ab der ersten Märzwoche bringt eine von ihm beauftragte Fachfirma spezielle Köder im öffentlichen Kanalsystem aus, um den Rattenbestand im Stadtgebiet zu reduzieren, darüber informiert der Betrieb in einer Pressemitteilung.
Nach Angaben des EWL werden die Köder in Misch- und Schmutzwasserkanälen ausgelegt, da sich Ratten bevorzugt dorthin zurückziehen. Im Prinzip wird jeder fünfte Schacht des insgesamt 275 Kilometer langen Kanalnetzes belegt – sowohl in der Landauer Innenstadt als auch in den Stadtdörfern.
Neben den Arbeiten im Kanalnetz setzt der EWL auf die Mithilfe der Bevölkerung. „Unachtsam entsorgte Lebensmittel, die über die Toilette weggespült oder in Parks oder auf Spielplätzen offen liegengelassen werden, sind für Ratten leicht erreichbare Nahrungsquellen“, informiert EWL-Mitarbeiterin Sarah Lehnert, die die Aktion koordiniert. „Reste vom Teller, nicht aufgegessene Brote oder verdorbene Lebensmittel gehören deshalb in die Biotonne.“ Großküchen und Gastronomiebetriebe müssen ihre Speisereste laut EWL gesondert über einen Speiseabfallverwerter entsorgen, wie es das Kreislaufwirtschaftsgesetz festlegt.
Meldungen und Hinweise zu Ratten
Eine Begrenzung des Rattenbestands sei unter anderem deshalb wichtig, weil die Tiere Krankheiten übertragen – vor allem Wanderratten seien in diesem Zusammenhang ein Problem. Darüber hinaus verursachten die Tiere Schäden an Lebensmitteln, Leitungen, Dämmstoffen und der Bausubstanz von Gebäuden. Als Gründe für wiederholte Rattensichtungen nennt der EWL neben falsch entsorgten Lebensmitteln auch den Klimawandel. Milde Winter und ausbleibende starke Frostperioden begünstigten das Überleben der Tiere.
Bürger, die Ratten in ihrem Umfeld vermuten, können sich an den EWL wenden. Meldungen sind telefonisch unter 06341 138665 oder per E-Mail an kanalnetz.ewl@landau.de möglich. Sind private Grundstücke betroffen, sollen sich Eigentümer direkt an die beauftragte Spezialfirma Rockstroh wenden. Nach Beratung besteht die Möglichkeit, die öffentliche Aktion auf eigene Kosten auf private Flächen auszuweiten.