Eußerthal Polizei schnappt wohl europaweit agierende Betrügerbande
Eine 59-Jährige aus Eußerthal ist von der Polizei gerade noch davor bewahrt worden, Opfer eines gewerbsmäßigen Betrugs und Wuchers zu werden. Drei fremde Männer hatten sie an ihrem Haus dazu überredet, kleinere Handwerksarbeiten direkt ausführen zu lassen. Dafür waren zunächst 300 Euro vereinbart. Nach deren Abschluss verlangten die Männer aber 6000 Euro wegen angeblicher Schwierigkeiten und setzten die Frau unter Druck, den Betrag zum nun reduzierten Preis von 3000 Euro sofort zu bezahlen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Die 59-Jährige wollte daraufhin mit den Männern zur Bank fahren. Das bekam ihre Tochter zufällig mit und verständigte die Polizei. Die Beamten erkannten die Masche nach Angaben der Polizei sofort, verhinderten die Geldübergabe und leiteten Strafverfahren gegen die drei Männer ein, bei denen es sich wohl um eine europaweit agierende Bande handelt. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend wurden sie der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zollamts Landau übergeben, die Ermittlungen wegen illegaler Erwerbstätigkeit aufnahm.
Die Polizei rät, sich bei Haustürgeschäften nicht unter Druck setzen zu lassen. Betroffene sollten sich Rat von Dritten holen, keine vorschnellen Entscheidungen treffen und bei einem unguten Gefühl die Polizei informieren. Außerdem empfiehlt sie, nicht an der Haustür zu bezahlen sowie auf ordentliche Angebote und Rechnungen zu bestehen. Nachträgliche unseriöse Preiserhöhungen sind laut Polizei ein deutliches Warnsignal.