Landau Neues Duo für Gefäßchirurgische Praxis

Patrik Ehrhardt (links) und Gerhard Rümenapf versorgen Patienten nun gemeinsam.
Patrik Ehrhardt (links) und Gerhard Rümenapf versorgen Patienten nun gemeinsam.

Gerhard Rümenapf versorgt nun Patienten des Medizinischen Versorgungszentrums Rhein-Haardt mit Patrik Ehrhardt. Damit stellt sich die Gefäßchirurgische Praxis neu auf.

Am jüngsten Standort des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Rhein-Haardt in der Landauer Paul-von-Denis-Straße 17 (Medivicus-Gebäude) sind die Gefäßchirurgen Gerhard Rümenapf und Patrik Ehrhardt ab sofort für die Versorgung der Patienten zuständig. Die Gefäßchirurgin Barbara Jöckle-Kretz, die seit Juli 2025 mit Rümenapf im MVZ praktizierte, ist in den Ruhestand gegangen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Patrik Ehrhardt einen sehr kompetenten Nachfolger für Dr. Jöckle-Kretz gewinnen konnten, der wir für ihren langjährigen Einsatz herzlich danken“, sagt Jonas Sewing, Geschäftsführer des MVZ Rhein-Haardt laut Mitteilung. „Wir sind sicher, dass er die Praxis gemeinsam mit Prof. Dr. Rümenapf zum Wohl der Patientinnen und Patienten erfolgreich weiterentwickeln wird.“

Zuletzt als leitender Oberarzt tätig

Ehrhardt war vor seinem Wechsel 17 Jahre lang als Oberarzt der Gefäßchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer tätig, zuletzt als leitender Oberarzt. Zuvor hat der 61-jährige Landauer und Familienvater als Assistenzarzt elf Jahre lang am Klinikum Landau/Südwestpfalz gearbeitet. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin hat den Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie wie Rümenapf als endovaskulären Chirurgen und endovaskulären Spezialisten – Endovaskulär bedeutet „innerhalb eines Gefäßes“– ausgezeichnet. Beide Mediziner sind auch von der Deutschen Gesellschaft für Fußchirurgie als Fußchirurgen zertifiziert.

Jöckle-Kretz war 35 Jahre lang als Gefäßchirurgin in Landau tätig: früher in ihrer Praxis im Nordring, seit Sommer 2024 im MVZ Rhein-Haardt im Medivicus-Gebäude.

Eine der größten ihrer Art im Südwesten

Rümenapf ist im Juli 2025 an die Gefäßchirurgische Praxis des MVZ in Landau gewechselt. Zuvor war der 68-Jährige, den die Magazine Focus und Stern regelmäßig in verschiedenen medizinischen Kategorien unter den besten Spezialisten Deutschlands listen, 26 Jahre lang Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer. Rümenapf ist Autor nationaler und internationaler Fachveröffentlichungen, hat unter anderem die Nationalen Versorgungs-Leitlinien zur Behandlung von Gefäßerkrankungen bei Diabetikern mit verfasst und die Kommission für arterielle Verschlusskrankheit der Becken- und Beinarterien (PAVK)/Diabetischer Fuß der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie geleitet.

Mit 65 Betten und mehr als 2500 Eingriffen ist die Fachabteilung laut Mitteilung eine der größten ihrer Art im Südwesten Deutschlands. Sie versorgt unter anderem Diabetiker und ist seit 2020 von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als zertifizierte stationäre Fußbehandlungseinrichtung anerkannt. Ein Schwerpunkt der Gefäßchirurgischen Praxis ist die Diagnostik und Verlaufskontrolle bei Patienten mit PAVK. „Hierzu zählen auch die vielen Menschen mit Diabetes mellitus, die Wunden an den Füßen haben, das sogenannte Diabetische Fußsyndrom“, erklärt Rümenapf. In der Hälfte dieser Fälle bestehe eine PAVK. Dazu wird im MVZ Rhein-Haardt eine auf den diabetischen Fuß spezialisierte Chirurgie angeboten. Weitere Schwerpunkte sind Durchblutungsstörungen der hirnversorgenden Halsschlagadern, die Suche nach Aussackungen der Bauchschlagader, Diagnostik und Behandlung von Krampfadern. 2025 wurden in den barrierefreien Räumen im Medivicus-Gebäude ungefähr 1500 Patienten ambulant versorgt.

x