Landau Landauer Ortsvorsteher: Drei Amtsinhaber in Stichwahl abgewählt

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Bei den drei Stichwahlen um die Ortsvorsteherposten in den Stadtdörfern Queichheim, Godramstein und Arzheim haben die Herausforderer triumphiert.

Zu einem Wechsel an der Spitze kommt es im Stadtteil Queichheim. Hier entschied Adrian Koder-Horsten (SPD) die Stichwahl am Sonntag für sich. Auf ihn entfielen 55,6 Prozent der Stimmen. Für den bisherigen Ortsvorsteher Jürgen Doll (CDU) votierten nur 44,4 Prozent der Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,5 Prozent.

Adrian Koder-Horsten (SPD)
Adrian Koder-Horsten (SPD)

In einer ersten Reaktion zeigte sich Adrian Koder-Horsten überrascht von dem Ergebnis und seinem Sieg. Er habe jedoch bei vielen Gesprächen mit den Bürgern gemerkt, dass er positives Feedback bekomme. Er bedankte sich bei den Bürgern und bei seinem Team. Künftig möchte er die parteiübergreifende Zusammenarbeit im Ortsbeirat stärker fördern und die Bürger transparenter über die Geschehnisse und Maßnahmen im Ort informieren.

Im ersten Wahlgang war Amtsinhaber Jürgen Doll noch knapp am Sieg vorbeigeschrammt. Er war auf 48,8 Prozent der Stimmen gekommen. Sozialdemokrat Adrian Koder-Horsten hatte 33,6 Prozent der Stimmen erhalten.

Michael Richter (FWG)
Michael Richter (FWG)

In Arzheim musste sich der bisherige Amtsinhaber Klaus Kißel (SPD) der Stichwahl stellen, die er nun gegen seinen Herausforderer Michael Richter (FWG) verloren hat. Richter siegte mit 65,3 Prozent der Wählerstimmen. Auf Kißel entfielen 34,7 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,5 Prozent. Mit diesem deutlichen Ergebnis hat Michael Richter nicht gerechnet, wie er gegenüber der RHEINPFALZ sagte. Nun wolle er das in ihn gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen und für die Bürger da sein. Es sei ihm wichtig, die Gemeinschaft im Ort und auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen zu stärken, sagte er.

Im ersten Wahlgang hatte es in Arzheim ein Herzschlagfinale gegeben. Dort fehlte Michael Richter genau eine Stimme zur absoluten Mehrheit und damit dem Sieg im ersten Wahlgang. Peter Gerber (parteilos) war auf 7,3 Prozent Stimmenanteil gekommen.

Auch in Godramstein hat es für den bisherigen Amtsinhaber, Michael Schreiner (CDU), bei der Stichwahl nicht gereicht. Gewonnen hat diese der SPD-Kandidat Thomas Flocken. Auf ihn entfielen bei einer Wahlbeteiligung von 61,7 Prozent 54 Prozent der Wählerstimmen. Für den Christdemokraten Schreiner votierten 46 Prozent der Wähler. „So deutlich habe ich es nicht erwartet“, sagte Flocken gegenüber der RHEINPFALZ. Sein Team habe alles gegeben und das habe sich ausgezahlt. Es sei ein historisches Ereignis, denn seinen Recherchen zufolge habe es in Godramstein bis dato noch keinen Ortsvorsteher aus den Reihen der SPD gegeben. Ihm sei es wichtig, mit den Bürgern wieder stärker in den Dialog zu treten und sie frühzeitig in Entscheidungen einzubinden.

Im ersten Wahlgang hatte Michael Schreiner noch die Nase vorn. 46,7 Prozent der Wähler hatten für ihn gestimmt, 41 Prozent für Thomas Flocken und 12,2 Prozent für Kaycee Hesse (Grüne).

Thomas Flocken (SPD)
Thomas Flocken (SPD)
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