Hochstadt
Krönung in Hochstadt: Jannika Hünerfauth wird Weinprinzessin
Am Samstag, 9. Mai, wird das Hochstadter Dorfgemeinschaftshaus ab 18 Uhr einmal mehr Krönungsstätte der Weinprinzessin des Vereins „Südliche Weinstraße Offenbach“. Dann tritt Jannika Hünerfauth die Nachfolge von Lea Hecky an, die das Amt fast drei Jahre lang innehatte. Die Weinhoheit der Südlichen Weinstraße, Klaudia Göpel, wird sowohl die „Abkrönung“, als auch die Krönung vornehmen.
„Meine Familie ist schon total on fire“, ist die 20-jährige Jannika total aus dem Häuschen und freut sich über die riesengroße Begeisterung.
Opa Heinz, der 2018 verstorben ist, wäre sicher sehr stolz gewesen, denn durch ihn und seine Frau Ruth kommt Jannikas Beziehung zum Weinbau.
Beim Rebensetzen geholfen
„Oma und Opa Hünerfauth hatten einen Weinbaubetrieb in Hochstadt. Dort habe ich immer wieder gerne geholfen, besonders beim Rebensetzen und beim Aufhängen der Pheromone“, blickt sie gerne zurück. Jannikas Vater Heiko bewirtschaftete zusammen mit Oma Ruth noch eine Zeit lang die Weinberge, ehe man diese verpachtete. Heiko Hünerfauth ist bei der BASF in Ludwigshafen ebenso ganztägig im Beruf gefordert, wie Jannikas Mutter Sandra bei der VR Bank Südpfalz in Landau.
Sandra Hünerfauth hat auch noch ein bisschen mit Weinbau zu tun, bekam sie doch von ihren Eltern Traudel und Helmut Riedel einen Weinberg übereignet. Neben den Eltern und Großeltern freut sich Jannikas 17 Jahre alter Bruder Jaron schon darauf, dass er nun bald eine Prinzessin als Schwester hat.
Jannika legte im letzten Jahr ihr Abitur an der Maria-Ward-Schule in Landau ab. Nun steht sie mitten im Studium. Sie hat sich entschieden, Grundschullehrerin zu werden und studiert in Landau an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Deutsch und Sozialkunde.
Freut sich darauf, Lehrerin zu werden
„Es gab schon ein paar Freunde, die mich fragten, warum ich mir das antue. Ich freue mich aber schon heute darauf, die Kinder unterrichten zu dürfen und ihnen viel beizubringen“, spricht sie voller Überzeugung über ihre Berufswahl.
Jannika ist auch ein echter Wirbelwind, wenn es ums Tanzen geht. Dann fegt sie bei Faschingsveranstaltungen mit der Großgarde des Lustadter Karnevalsvereins „Lustavia“ über die Bühne und mischt bei der Showtanzgruppe „Schorleschlürfer“ des KV begeistert mit. Der Junggarde bringt sie als Trainerin alle Kniffe bei, deren es bei den Auftritten auf der Bühne bedarf.
„Karneval mache ich schon seit ich drei Jahre alt war“, erklärt sie und man spürt ihr Faible für die fünfte Jahreszeit. Doch auch abseits des Tanzens bringt sie sich beim KV ein, hilft mit bei Festen wie „Rendez-Woi“ oder beim Weihnachtsmarkt.
Was sie als Weinprinzessin erwartet, ist ihr durchaus bewusst, tauschte sie sich doch sehr intensiv mit ihrer Vorgängerin aus. „Ich habe zu Lea einen sehr guten Draht, zudem sind wir noch über ein paar Ecken verwandt, unsere Großväter waren Cousins“, erklärt Jannika.
Ihre vordringliche Aufgabe als Weinprinzessin sieht Jannika darin, die Winzer aus den vier Gemeinden Bornheim, Essingen, Hochstadt und Offenbach und deren Weine zu repräsentieren, darüber hinaus aber auch die ganze Verbandsgemeinde bei Veranstaltungen zu vertreten. So freut sie sich schon auf die Eröffnung des Wein- und Knoppfestes und der Kerwe in ihrer Heimatgemeinde, die Eröffnungen von Festen in anderen Orten oder auch auf die Krönungsfeierlichkeiten von Weinhoheiten. Nicht zuletzt steht aber auch die Teilnahme an mehreren Veranstaltungen im Haus, die es 2027 im Rahmen des 1250-jährigen Ortsjubiläums in Hochstadt geben wird.
Als Weinprinzessin weiß sie natürlich einen guten Wein zu schätzen. „Ich mag den Wein sehr gerne lieblich, stehe aber unter anderem sehr auf meinen Prinzessinnenwein, einen Riesling feinherb.“ Diesen hat das Hochstadter Weingut Schweder ausgebaut, aus dem Katja Schweder (heute Klohr) kommt, die vor genau zwanzig Jahren Deutsche Weinkönigin war. So gesehen hat Jannika Hünerfauth ja vielleicht noch weiteres Krönungspotential.