Landau Kommentar: Stadtrat braucht viel Courage

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Die Luwoge hat berechnet, wie

eine Wohnungsbaugesellschaft funktionieren kann. Die Ergebnisse werden nicht jedem gefallen.

Bei der Landauer Wohnungsbaugesellschaft wird es zum Schwur kommen: Damit sich das Vorhaben rechnet, sind eine Reihe von Grausamkeiten unabdingbar. Die für den Stadtrat unangenehmste wird es sein, die Sozialmieten anzuheben. So etwas schätzt der (betroffene) Wähler nicht. Wenn das im Kontext mit den Renditeerwartungen der Partnerunternehmen diskutiert wird, sind lebhafte Debatten zu erwarten. Auch mit dem Nachverdichten macht man sich keine Freunde. Das gilt sowohl für das Aufstocken vorhandener Gebäude als auch für zusätzliche Bauten auf demselben Grundstück. Dann rücken den Mietern neue Nachbarn auf die Pelle, der Freiraum schrumpft. Die Materie ist komplex: Jede Drehung an einem Stellrädchen wirkt sich auf viele weitere aus. Beispiel gefällig? Ohne Nachverdichtung müssten weitere Grundstücke gekauft werden, aber dann steigt der Investitionsbedarf oder die Anzahl der Wohnungen schrumpft. Dann sinkt auch die Rendite. Weitere Unwägbarkeiten sind Baukosten und Zinsen. Beide werden steigen – nur wann und wie sehr? Die Gretchenfrage wird sein: Wollen die Ratsfraktionen die Wohnungsbaugesellschaft wirklich oder verlässt sie der Mut? An solchen Fragen können Mehrheiten zerbrechen. Aber das Thema ist einen Streit wert: So wie sich der Markt für weniger gut Verdienende entwickelt hat, darf es nicht bleiben.

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