Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Kneipen-Imperium um Nummer 5 erweitert

Henry Bartsch (rechts) hat nun seinem wachsenden Imperium eine fünfte Gaststätte hinzugefügt. „Fast eine Dummheit“, kommentiert
Henry Bartsch (rechts) hat nun seinem wachsenden Imperium eine fünfte Gaststätte hinzugefügt. »Fast eine Dummheit«, kommentiert er und lacht.

Henry Bartsch hat sich die fünfte Gaststätte zugelegt. Wie üblich soll es guten Kaffee, gutes Bier, Schorle und Fußball geben. Dabei setzt er aber auf besonderen FCK-Flair.

Eigentlich, so sagt es Gastronom Henry Bartsch, habe er „fast eine Dummheit“ begangen. Denn er macht in der jetzigen Zeit noch eine Kneipe auf. Und es ist nicht seine erste, denn er hat mit dem S’Eck in der Südstadt, der Hexenstub in der Trappengasse sowie den Zwillingslokalen Kö 11 und Kö 13 in der Königstraße schon vier Wirtschaften. Bartsch macht das in einer Zeit, in der mehrere Gastronomen die Handtücher werfen.

Im Null41 am LGS-Gelände hat Anatol Elert aufgegeben, Jürgen Stern, Wirt des Stern’l in der Altstadt, hat die Gastronomie auf der Burg Landeck übernommen, während der Landauer Betrieb von Oliver Weisch übernommen wird, auch im Le Bistro gibt es einen Wechsel, die Anziehbar habe geschlossen, zählt Bartsch auf. In der Lage neu zu eröffnen, scheint gewagt. Die Betriebe machten zwar oft mehr Umsatz, doch die Erträge fielen geringer aus.

Lokal passt genau ins Schema

Aber: Es scheint auch so, als werde alles, was Bartsch anpackt, derzeit zu Gold. Der 57-jährige Südpfälzer ist nicht nur Gastronom – er ist auch Inhaber des Boxstalls Elite-Boxing, der mittlerweile internationale Boxstars zu Kämpfen in die Landauer Festhalle holt.

Und nun hat er Nummer 5 am Parkplatz gegenüber dem Bahnhof geöffnet, in der Nähe der Gaststätte Ascot. Die Entscheidung habe er aus dem Bauch heraus gefällt, berichtet Bartsch. Die Räume seien ihm angeboten worden, binnen zehn Sekunden habe er zugesagt. Das Lokal sei klein, nicht größer als 60 Quadratmeter – und passe somit genau in sein Schema.

Besser als auf dem Betze?

Aber er will sich eine neue Zielgruppe erschließen. Denn in der Nachbarschaft, dort, wo derzeit noch ein berühmtes Loch ist, soll die neue Sparkassen-Zentrale entstehen. Die Mitarbeiter des Instituts sollen künftig in Nummer 5 ihren Kaffee genießen, hofft der bekennende Kaffee-Fan Bartsch. Er hat sich eine Siebträgermaschine angeschafft – denn aus diesen Maschinen komme der beste Kaffee, betont er. Solche Maschinen sind auch in zwei weiteren seiner Gaststätten im Einsatz.

Bartsch beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 50 Menschen in seinen Gaststätten. Mitarbeiter, ohne die er nicht in der Lage wäre, so viele Betriebe zu managen, wie er dankbar betont. Ansonsten setzt der Südpfälzer auf sein klassisches Konzept: eine zu Gesprächen anregende Atmosphäre, in der sich Menschen wohlfühlen sollen – und natürlich Sportübertragungen. Gezeigt werde vor allem Fußball, egal ob Bundesliga oder Champions League, aber auch Boxen – oder was so laufe.

Und gerade die Fußballfans, besser: die FCK-Fans, können sich auf eine Besonderheit freuen. Eine Bank ist komplett mit Sitzschalen ausgestattet, wie sie auf dem Betzenberg zum Einsatz kamen. Sie seien sogar besser als die Originale im Stadion, scherzt Bartsch, denn sie sind über der Heizung angebracht. Beheizte Sitzplätze gibt’s im Fritz-Walter-Stadion nicht. Aber nun bei Bartsch.

Öffnungszeiten

Das Nummer 5 am Parkplatz gegenüber dem Bahnhof hat sonntags bis donnerstags von 10 bis 23 Uhr geöffnet, freitags und samstags schließt es eine Stunde später.

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