Landau Jasmin II. neue Weinprinzessin

Weinprinzessin Jasmin Hantke arbeitet als Zahntechnikerin.
Weinprinzessin Jasmin Hantke arbeitet als Zahntechnikerin.

Viel Ahnung vom Rebensaft hat Jasmin Hantke bislang nicht. Dennoch firmiert sie als Landauer Weinprinzessin. Bange ist ihr deshalb nicht, denn ihr Motto lautet: „Es gibt Nichts, was man nicht lernen kann“.

Mit dem strahlenden Lachen im bildhübschen Gesicht, der Krone auf dem dichten blonden bis zur Taille reichenden Haar und dem pastellgrau und -rosa Dirndl, das die schlanke Figur optimal betont, könnte Prinzessin Jasmin II. just aus einem Märchenbuch entsprungen sein. Doch Jasmin Hantke möchte in ihrer einjährigen Amtszeit nicht nur ein schöner Blickfang sein. Bei rund 40 avisierten Terminen will die frisch gekrönte Weinprinzessin als Botschafterin für ihre Heimat und den Rebensaft auftreten und allen Menschen, denen sie begegnet, die Weine der größten Weinbau treibenden Gemeinde Deutschlands nahebringen. Viel Ahnung vom Wein habe sie noch nicht, gibt die Zahntechnikerin unumwunden zu: „Aber es gibt Nichts, was man nicht lernen kann“, gibt sich die 25-Jährige im Gespräch mit der RHEINPFALZ überzeugt und erzählt, dass sie sich vor einiger Zeit berufsbegleitend auf den Weg gemacht hatte, sich an der Landauer Uni zur Lehrerin für Mathematik und Chemie ausbilden zu lassen. „Wenn ich es nicht probiert hätte, wüsste ich heute nicht, dass es doch Nichts für mich ist“, sagt sie frisch und frei.

Und genau mit dieser Einstellung sei sie auch Landauer Weinprinzessin geworden: „Bei der Arbeit hören wir Radio, da habe ich den Aufruf gehört, dass jeder sich melden kann, und spontan beschlossen, dass ich mich bewerben will.“ Wenn sie sonst auch alles mit ihrer Schwester oder der Mutter bespreche, dieses Vorhaben habe sie für sich behalten und sich erst nach der Zusage bei der Familie als Weinprinzessin Jasmin II. vorgestellt. „Da ich bisher wenig mit Wein zu tun hatte, habe ich mir im Vorfeld wenig Hoffnung gemacht“, sagt sie lachend. Kenntnis in Sachen Wein habe sie bisher in ihrer Heimatgemeinde Klingenmünster gesammelt, wo sie bis zum Abitur am Alfred-Großer-Schulzentrum in Bad Bergzabern 2016 im Weingut Kuhn geholfen habe und als Aushilfskraft im Service des Landauer Parkhotels. Nun sei sie eifrig dabei, sich das nötige Fachwissen anzueignen, um die Landauer Weine professionell in ganz Deutschland repräsentieren zu können. Ihre erste Anhängerin sei die Mutter, die aus Bayern stammt und folglich bisher eher dem Gerstensaft zugetan sei. „Sie hat bereits angekündigt, dass sie nach guter Beratung künftig auch öfter mal Wein trinken will“, freut sich die Tochter und bekennt, dass sie selbst beim Viertelwein einen lieblichen gelben Muskateller bevorzuge. Bei sonntäglichen Hüttentouren mit Freundinnen im Pfälzerwald sei sie aber auch einer Rieslingschorle nicht abgeneigt.

Seit vielen Jahren Gardetänzerin

Zur ungezwungenen Fröhlichkeit im Charakter qualifiziert Jasmin Hantke auch reichlich Bühnenerfahrung zur Repräsentantin der Stadt Landau und ihrer Weine. Seit vielen Jahren tanzt sie in der Trifelsgarde des KV Annweiler und trainiert die Aktiven Tänzerinnen der Bockstallesier. Dass sie während der ersten Session nach der pandemiebedingten Zwangspause nicht immer mit der Formation auf der Bühne stehen kann, ist in die Choreografien eingeplant. Während die Garde in Annweiler auf dem Eröffnungsball tanzte, repräsentierte Jasmin II. den südpfälzer Rebensaft auf einer Messe in Fürstenfeldbruck. Ihren Einsatz für soziale Projekte bei der Dorfgemeinschaft in Klingenmünster will Jasmin Hantke auch als Weinhoheit fortführen.

Freund Felix, mit dem sie seit drei Jahren vor den Toren von Arzheim wohnt, wird die Zeiten ihrer Abwesenheit mit viel Engagement bei der Feuerwehr in Barbelroth füllen. Dass ihre Krönung zur Weinprinzessin just auf den sechsten Jahrestag ihrer Partnerschaft fiel, habe sie besonders glücklich strahlen lassen, verrät die junge Frau mit ergreifend positiver Ausstrahlung. Auch Michael Stang, ihr Chef im Landauer Zahnlabor Bernzott, habe Unterstützung zugesagt. „Er hat sich sehr gefreut, zumal seine eigene Ehefrau einmal Weinhoheit in der Kurpfalz gewesen ist“, beschreibt Jasmin Hantke die perfekten Umstände, die sie ihre Zeit als Weinprinzessin Jasmin II. unbeschwert genießen lassen werden.

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