SÜW Geld für Sportstätten: Welche Projekte ganz oben auf der Förderliste sind

Für den Tennissport in Offenbach: Eine Zwei-Feld-Traglufthalle steht ganz oben auf der Prioritätenliste.
Für den Tennissport in Offenbach: Eine Zwei-Feld-Traglufthalle steht ganz oben auf der Prioritätenliste.

Welche Sportstätten im Kreis Südliche Weinstraße zuerst Fördergeld erhalten sollen, hat nun der Sportstättenbeirat beschlossen. Was auf dem Förderungsplan 2027 steht.

Welche Sportstätten im Landkreis Südliche Weinstraße in den kommenden Jahren auf Zuschüsse hoffen können, steht nun fest. Der Sportstättenbeirat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Prioritätenliste für den Sportstätten-Förderungsplan 2027 beschlossen.

Dabei geht es um vier Projekte mit Gesamtkosten von rund 3,8 Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises Südliche Weinstraße. Priorität 1 hat der Bau einer Zwei-Feld-Traglufthalle des TC Offenbach, der im Februar 2022 beantragt worden war und im zweiten Quartal 2027 realisiert werden soll.

Verein zieht um und ändert Namen

Auf Platz 2 folgt die Laufbahn im Stadion Bad Bergzabern, ein Projekt der dortigen Verbandsgemeinde, das möglichst kurzfristig umgesetzt werden soll und im September 2025 beantragt wurde. Platz 3 belegt die Sanierung und Weiterentwicklung des Trifelsstadions Annweiler, die in diesem Jahr beantragt wurde.

Neu auf Platz 4 steht die Renovierung der Tennishalle in Siebeldingen. Unter anderem sollen Dach und Funktionsräume saniert werden, bevor der Inlinehockeyclub Landau 1999 die Halle nutzen kann. Der Verein ist derzeit noch außerhalb des Kreisgebiets beheimatet, hat laut Mitteilung aber schriftlich zugesagt, seinen Namenszusatz in „Landau-Land“ zu ändern und den Vereinssitz ins Kreisgebiet Südliche Weinstraße zu verlegen.

Mehr Vertrauen in Kommunen gewünscht

„In der Südpfalz gehen die Bundesmittel nach Wörth – was uns für die dortigen Sportlerinnen und Sportler freut. Annweiler und Bad Bergzabern, die sich beide auch für entsprechende Mittel beworben hatten, gehen jedoch leer aus. Auch wir als Landkreis haben uns – leider ohne Erfolg – um Mittel aus diesem Bundesprogramm bemüht, und zwar für die Sanierung unserer Dreifeld-Sporthalle in Annweiler und den Ersatzneubau der Dreifeld-Sporthalle in Herxheim“, sagte Landrat Dietmar Seefeldt (CDU). „Das Programm war 27-fach überzeichnet, die Nachfrage nach Fördergeldern war also 27-mal größer als das Angebot.“ Seefeldt plädierte vor diesem Hintergrund dafür, „lieber die meisten Förderprogramme abzuschaffen und uns Kommunen ordentlich auszustatten“. Bund und Land sollten Kommunen das benötigte Geld zur Verfügung stellen, „damit wir unsere Aufgaben, auch mit Blick auf die Sportstätten, vor Ort erfüllen können“. Er wünsche sich hinsichtlich der Ressourcenverteilung mehr Vertrauen in die kommunale Ebene.

Mehrere weitere Projekte stehen in loser Folge und ohne Priorisierung ebenfalls auf der Liste. Dabei handelt es sich um „Vormerkposten“, die künftig in die Prioritätenliste aufgenommen werden könnten. Dazu neu aufgenommen wurden die Erneuerung beziehungsweise Sanierung des Kunstrasenplatzes des SC Ramberg 1949 und die Sanierung der Sport- und Mehrzweckhalle Gommersheim.

Hintergrund ist der „Goldene Plan“, über den vorwiegend Neubauprojekte und größere Sanierungen mit Investitionssummen von mehr als 75.000 Euro vom Land gefördert werden. Die sieben Verbandsgemeinden im Landkreis waren aufgefordert worden, neue beziehungsweise noch aktuelle Projekte für die Liste zu melden. Über die Reihenfolge entscheidet der Sportstättenbeirat, während Vereine, Orts- und Verbandsgemeinden Anträge stellen können.

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