Landau Gedenkveranstaltung 80 Jahre Deportation

Am Stadtarchiv erinnert ein Mahnmal an die Deportation. Es besteht aus Gleisen und einer Gedenktafel.
Am Stadtarchiv erinnert ein Mahnmal an die Deportation. Es besteht aus Gleisen und einer Gedenktafel.

Am 22. Oktober vor 80 Jahren sind die letzten jüdischen Mitbürger aus Landau deportiert worden. Einen entsprechenden Befehl hatte Gauleiter Josef Bürckel erteilt, um seinen Gau als ersten „judenfrei“ melden zu können. Die Stadt Landau gedenkt am Donnerstag der Opfer. Die Veranstaltung ab 17 Uhr ist als Livestream aus der Festhalle geplant. Die Nazis hatten den Landauer Juden nur zwei Stunden Zeit eingeräumt, um ihr Hab und Gut zusammenzupacken, ihre Häuser zu räumen und ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Danach wurden die Menschen zuerst ins Foyer der Festhalle gebracht und dann mit dem Zug ins Lager Gurs in Südfrankreich deportiert. Dort starben bereits viele, die meisten anderen wurden später in Vernichtungslager gebracht und umgebracht. Bei der Gedenkveranstaltung sprechen Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer, vor allem aber werden die Namen der aus Landau und der Südpfalz deportierten Menschen verlesen. Die musikalische Begleitung übernehmen Peter Damm am Tenorsaxofon und Michael Letzel am Akkordeon. Der Livestream kann auf dem Facebook-Account „Stadt Landau in der Pfalz“ und dem You-Tube-Kanal „Stadt Landau in der Pfalz“ verfolgt werden.