Landau/SÜW Fast 60.000 Euro Schaden: Wintereinbruch sorgt für viele Unfälle

Mütze auf: Prinzregent Luitpold, der über dem Landauer Rathausplatz thront, war auf den Wintereinbruch gut vorbereitet.
Mütze auf: Prinzregent Luitpold, der über dem Landauer Rathausplatz thront, war auf den Wintereinbruch gut vorbereitet.

Der Winter hat am Montag kurz in der Südpfalz vorbeigeschaut. Binnen weniger Stunden wurde die Landschaft weiß gepudert. Auch die Straßen blieben nicht verschont. Nicht alle Autofahrer waren auf die Rutschpartie gut vorbereitet.

Während am Montag die einen geradezu entzückt den rieselnden Schnee beobachteten, graute es den anderen schon vor dem Gang ins Freie. Wie das nun mal so ist, wenn der Winter seine Visitenkarte abgibt. Eis und Schnee sind eben nicht jedermanns Sache. Für Autofahrer zum Beispiel gibt es Schöneres als winterglatte Straßen. Oder für Polizeibeamte, denn Unfälle und damit viel Arbeit sind bei dem Wetter vorprogrammiert.

Die falsche Bereifung wurde am Montag mehreren Autofahrern zum Verhängnis. Gegen 12.40 Uhr rutschte laut Polizei ein BMW X3 in der Friedhofstraße in Wernersberg in einen Zaun. In Landau gab es zwei Unfälle, an denen Wagen mit Sommerreifen beteiligt waren. Gegen 14.45 Uhr kam eine 27-Jährige mit ihrem VW beim Abbiegen von der Cornichon- in die Friedrich-Ebert-Straße ins Schlittern und stieß auf den Audi einer 37-Jährigen. Weil Letztgenannte noch nicht beim Radwechsel war, läuft gegen beide Frauen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Winterreifen-Muffel Nummer drei verlor um 18.15 Uhr in der Straße In den Grabengärten die Kontrolle über seinen Dacia. Die Kollision mit einem Fahrbahnbegrenzungsstein brockte dem 31-Jährigen nicht nur ein fahruntüchtiges Auto, sondern auch ein Bußgeld in Höhe von 145 Euro und einen Punkt in Flensburg ein.

Auch Winterreifen helfen manchmal nichts

Dass auch Winterreifen keine Garantie dafür sind, unfallfrei durchs Schneegestöber zu kommen, zeigen die weiteren Unfälle, die die Polizei für den Montag auflistet. Um nur einige zu nennen: In der Emserstraße in St. Martin krachte ein Wagen bei abschüssiger Fahrbahn in das Heck eines vorausfahrenden, auf der Kreisstraße zwischen Mörzheim und Ilbesheim war eine 43-Jährige mit ihrem Fiat zu schnell unterwegs und schlitterte in ein Verkehrsschild im Grünstreifen, in der Kirchstraße in Flemlingen rutschte ein Fahrzeug beim Abbiegen in ein geparktes Auto, das Gleiche passierte in der Burgstraße in Annweiler. Ebenfalls in der Trifelsstadt, nämlich im „Libellen-Kreisel“, wurde eine 18-Jährige mit ihrem Fiat 500 von einem blauen Pkw getroffen, der nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte. Das Problem: Der Unfallverursacher fuhr einfach davon. Wer den Unfall oder ein blaues Fahrzeug mit einem Schaden an der Front gesehen hat, möge sich bei der Polizei unter Telefon 06346 96460 melden.

Insgesamt meldet die Polizeiinspektion (PI) Landau drei Unfälle mit einem Sachschaden von 4700 Euro, die PI Bad Bergzabern sieben Unfälle mit 31.000 Euro Schaden, die Edenkoben zwei Unfälle mit 4000 Euro Schaden und die Polizeiwache Annweiler fünf Unfälle mit 20.000 Euro Schaden.

Vom Schnee ausgebremst wurde auch der ÖPNV. Die Queichtal Nahverkehrsgesellschaft (QNV) teilte am Montag gegen 16 Uhr mit, dass zahlreiche Buslinien nicht mehr fahren. Auf weiteren Linien sei mit Einschränkungen zu rechnen. Für einen Bus kam der Stopp zu spät, er rutschte in der Hauptstraße in Eußerthal in ein geparktes Auto. Gestern Morgen konnte die QNV verkünden, dass wieder alles nach Plan fährt. Was nicht verwundert, denn zu diesem Zeitpunkt war der Schnee schon wieder weg.

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