Edenkoben Ein Mann mit vielen Interessen: Gerhard Anicker wird 90 Jahre alt

Einen stolzen Geburtstag feiert am Samstag Gerhard Anicker aus Edenkoben: Er wird 90 Jahre alt.
Einen stolzen Geburtstag feiert am Samstag Gerhard Anicker aus Edenkoben: Er wird 90 Jahre alt.

Seinen 90. Geburtstag feiert am Samstag, 7. März, Gerhard Anicker in Edenkoben. Neben einer Karriere mit vielen Stationen prägte das Ehrenamt seinen Lebensweg.

Geboren wurde Gerhard Anicker in Eisenberg, aufgewachsen ist er in Grünstadt. Die Liebe zu seiner Frau Hilde verschlug ihn nach der Hochzeit im Jahr 1965 nach Edenkoben. Der Schlager „Er war Student in Heidelberg“ von Dorthe Kollo könnte auch für ihn geschrieben worden sein, studierte er doch dort ab 1956 Jura, später dann auch in Mainz. Nach dem ersten Staatsexamen wurde er Gerichtsreferendar und kam 1965 als Assessor zum Regierungspräsidium Pfalz.

1967/1968 folgte die Abordnung zum Landratsamt Speyer, wo Anicker zum ständigen Vertreter des Landrates avancierte. Nach der Rückkehr nach Neustadt fungierte er als persönlicher Referent des Regierungspräsidenten Hans Keller. 1971 erfolgte die Ernennung zum Polizeidezernenten Rheinhessen-Pfalz und zum Geheimschutzbeauftragten der Bezirksregierung. Vom September 1980 bis zum Eintritt in den Ruhestand am 1. April 2001 war er beim Landesrechnungshof in Speyer tätig.

Ehrungen von Rheinland-Pfalz und Bayern

Viele ehrenamtliche Engagements kennzeichnen Anickers Lebensweg. So war er ab November 1972 Geschäftsführer der Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz. Als begeisterten Jäger berief man ihn in den Prüfungsausschuss für den Nachweis der Fachkunde im Waffenhandel, als dessen Vorsitzender er mehr als 30 Jahre die Jäger-Prüfungen abnahm. Elf Jahre lang war er erster Beisitzer des Disziplinarausschusses des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz, stand von 1994 bis 2002 als Vorsitzender an dessen Spitze. Fünf Jahre engagierte er sich im Edenkobener Stadtrat, sieben Jahre lang sprach er als Schöffe beim Landgericht Landau Recht.

Das Land Rheinland-Pfalz würdigte ihn im März 1998 mit der Verleihung der Verdienstmedaille. Für die Pflege der Verbindung zwischen Pfalz und Bayern überreichte ihm der Freistaat seine silberne Anstecknadel mit Rubin.

Der Jubilar freut sich besonders, dass zu seinem Geburtstag seine Töchter Sabine und Kerstin mit ihren Familien anreisen. Diese sieht er zu seinem Bedauern nicht allzu oft, leben sie doch in Berlin. „Trotz der großen Entfernung sind sie aber sehr bemüht um ihre Eltern!“, weiß er die engen Familienbande zu schätzen.

Mehr zum Thema
x