Landau Contra: Übertrieben

Dass die Landauer Stadtspitze der Mainzer Staatskanzlei in vorauseilendem Gehorsam die Verschiebung der Gartenschau-Eröffnung andient, zeugt von übertriebener Symbolpolitik. Das Argument, man könne nicht hier feiern und dort der Toten des Dramas in den Alpen gedenken, trägt nicht. Auftakt der Eröffnungszeremonie in Landau sollte am 17. April um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst sein – eine Möglichkeit, Anteilnahme zu zeigen. Auch über die Gestaltung der Eröffnungsfeier – dann mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Eveline Lemke (Grüne) – hätte man reden können. So verprellen die Stadtführung und die Mainzer Staatskanzlei die Südpfälzer, die bei freiem Eintritt für Freitag eingeladen waren. Und vielleicht am Samstag andere Pläne haben. Die Trauerfeier ist im Kölner, nicht im Mainzer Dom. Rheinland-Pfalz muss dort vertreten sein, sicher. Aber die Welt dreht sich weiter.