Südpfalz Aldi schlägt bei Lesermarktuntersuchung alles
Seit 1. März schauen wir rund 200 Testlesern an der Weinstraße und an der Rheinschiene über die Schulter. Ihre Arbeit trägt die Lesermarktuntersuchung „LeseWert“, mit der die RHEINPFALZ die Lesegewohnheiten ihrer Abonnenten besser kennenlernen möchte. Jeden Tag werden wir klüger. RHEINPFALZ-weit sind es übrigens 500 Testleser.
Natürlich dominiert ein Thema alle Veröffentlichungen: Covid-19. Dazu brauchen wir keine Untersuchung. Aber wir lernen die Feinheiten kennen. Denn nicht alle Berichte, über denen Corona steht, werden gleich intensiv gelesen. Sie, liebe Leserinnen und Leser, unterscheiden sehr wohl, in welche Texte Sie einsteigen.
Tägliche Auswertung
Das erfahren wir, weil unsere Testleser mit einem Stift die letzte Zeile markieren, die sie gelesen haben. Die Daten werden auf ein Smartphone und von dort nach Dresden zu den Mehrwertmachern übertragen, die alles auswerten. Täglich telefonieren wir mit Coachin Christina Knorz und analysieren gemeinsam die Ergebnisse. Tagesaktuell sozusagen.
Einen Top-Lesewert haben wir am Donnerstag mit dem Bericht über die Sensoren auf dem Aldi-Parkplatz in der Maximilianstraße in Landau erzielt. Dieser Aufmacher erzielte einen Lesewert von 71,2. Das ist spitze. Es ist der bislang am besten gelesene Text in der Landauer Ausgabe seit Beginn der Untersuchung. Der Blickwert sagt uns, dass zwei Drittel der Testleser an der Weinstraße den Text gelesen haben, fast bis zur letzten Zeile. Das erkennen wir am Durchlesewert. Die Messung in der Südpfalz-Ausgabe ist zweigeteilt, in Landau/SÜW und Kreis Germersheim. Der Aldi-Text wurde immerhin auch am Rhein von über der Hälfte der Testleser konsumiert.
Auch gute Nachrichten
Ebenso rekordverdächtig war der Beitrag über den ersten Tag im Corona-Testcenter in Landau. Sie erinnern sich, es gab ein Verkehrschaos rund um den Gewerbepark. Auf großes Interesse stießen die Berichte über die doppelte Beschilderung der Abfahrt Landau-Nord auf der A 65, über das Treffen mit dem Sohn von Heiner Geißler, Dominik Geißler, über die Pläne aus dem Landauer Rathaus, den Verkehr neu zu regeln.
Verkehr, Einzelhandel, Gastronomie, Gesundheit gehören zu den Themen, die die meisten Leser interessieren. Und natürlich Geschichten über Menschen. Nicht jedem gefällt, was wir täglich produzieren. So hatte unser Lokalchef Sebastian Böckmann in dieser Woche zwei Beschwerden auf dem Tisch. Zu viel Jugendsprache, zu viel Englisch, zu viel Negatives, lauteten die Vorwürfe. Ausgerechnet die Berichte, um die es ging, haben in unserer Untersuchung top abgeschnitten. Auch darüber diskutieren wir. Gesellschaft verändert sich und damit auch die Sprache. Zurzeit berichten wir viel über Hilfs- und Vermittlungsinitiativen. Das sind doch auch gute Nachrichten.
Manchmal stimmt die Platzierung eines Textes nicht oder das Foto ist zu klein. Ist vielleicht deshalb der Text unserer Redakteurin Judith Hörle über ihre Muckibude daheim auf den Kreisseiten SÜW in der Ausgabe vom Donnerstag, 2. April, nicht so aufgefallen? Wenn Sie mögen, nehmen Sie ihn nochmal zur Hand. Die Kollegin schreibt unverschämt offen. Und köstlich.