Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Zwischen Ärger und Aufbruch: Tim Widera sammelt Erfahrungen

Tim Widera auf dem Podest beim Altriper Sandbahnrennen.
Tim Widera auf dem Podest beim Altriper Sandbahnrennen.

Der Insheimer Sandbahnfahrer Tim Widera zieht aus den Starts in Altrip, Herxheim und beim U23 World Cup wertvolle Erkenntnisse.

Von Manuel Wüst

Insheim. Der Insheimer Tim Widera war bei den Pfälzer Sandbahnklassikern am, Start und hatte zudem auch noch einen Einsatz bei der U23-Weltmeisterschaft im niederländischen Roden. Welche Lehren zieht die Nachwuchshoffnung aus diesen Rennen?

Als einer von vier deutschen U23-Fahrern war Tim Widera beim U23-World Cup in Roden dabei, wo der Nachwuchsweltmeister auf der Sandbahn ermittelt wurde. Dem Insheimer stand somit bereits früh in der Saison, noch vor den großen Sandbahnrennen an Himmelfahrt in Herxheim und an Fronleichnam in Altrip, ein internationaler Härtetest bevor.

Einige Konkurrenten geärgert

Mit einem elften Platz war das Resultat dann so ganz das, was sich Widera im Vorfeld erhofft hatte. „In Roden habe ich viel mit dem Set-up rumprobiert“, blickt er auf das WM-Rennen zurück. „Ich hatte einen neuen Vergaser im Einsatz, der im Training noch richtig gut lief, aber im Rennen dann gar nicht funktioniert hat. Als es dann lief, konnte ich mit den Top-Fahrern mithalten und zum Teil auch Fahrer ärgern, die später auf dem Podest landeten. Eigentlich sah man dann auch, dass ich mit den Top-Fünf mithalten kann, aber ich muss einfach schneller mein Set-up finden.“

Tim Widera (vorne) kam mit dem Altriper „Ei“ gut zurecht.
Tim Widera (vorne) kam mit dem Altriper »Ei« gut zurecht.

Beim Heimrennen in Herxheim, wo Widera zunächst am Mittwochabend auf der Speedwaybahn unterwegs war, blieben nicht viele Chancen um zu sehen, ob die Abstimmung der bremsenlosen Maschine besser funktioniert. Der Grund: Es wurde ein Rennlauf gefahren, ehe das Rennen witterungsbedingt abgebrochen werden musste. „Ich fand, ich war sehr schnell unterwegs und hatte auch richtig Bock auf den Tag und das Rennen. Ich wollte auf meinem ersten Lauf, in dem ich mich auf den zweiten Platz vorgekämpft hatte, aufbauen und weiter angreifen, aber leider hat das Wetter uns da einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauerte ein gefrusteter Tim Widera, dass ausgerechnet sein Heimrennen nicht komplett über die Bühne ging. „Das Heimrennen vor unserem Publikum mit Freunden und Bekannten im Feld macht es noch mal spezieller und da ist ein Abbruch oder eine Absage schon schlimmer für mich, als bei anderen Veranstaltungen.“

Noch Luft nach oben

Der jüngste Auftritt auf der Sandbahn stand dann für Tim Widera in Altrip an, dem zweiten großen Sandbahnrennen in der Pfalz und dort spielte, abgesehen von kleinen Schauern, das Wetter mit. Widera konnte auf dem wegen der unterschiedlichen Kurvenradien anspruchsvollen Altriper „Ei“ in der nationalen Solo-Klasse aufs Podest fahren, auch wenn er mit dem zweiten Gesamtrang jetzt nicht zu hundertprozentig zufrieden war und wieder Verbesserungspotenzial ausmachte.

„An den Starts hat es heute echt gehapert. Aus den Starts bin ich immer nur als Zweiter oder Dritter rausgekommen und musste mich dann immer vorkämpfen“, berichtete Widera. „Für das Finale habe ich das Motorrad getauscht, die Bedüsung des Motors geändert und die Übersetzung noch zwei Zähne schneller gemacht“, schilderte er. Das habe auch funktioniert und er habe außen seine Linie gefunden und den Endlauf gewonnen. „Leider hat am Ende dann doch ein Punkt zum Sieg gefehlt, aber auf dem Podest zu stehen ist immerhin eine kleine Wiedergutmachung für Herxheim“, kommentierte er.

Mehr zum Thema
x