Lokalsport Südpfalz Wenn alles funktioniert

91-73352748.jpg

LANDAU (fuss). Das lange Warten bis zum Samstagabend hat sich gelohnt. Die Volleyballerinnen des ASV Landau gewannen ihr erstes Saisonspiel am vierten Oberliga-Spieltag mit 25:23, 25:17, 21:25 und 25:22 gegen den TV Rohrbach.

Es war fast während der kompletten 107 Minuten ein ausgeglichenes und umkämpftes Spiel, umso größer war die Freude im Landauer Lager über die vollen drei Punkte gegen einen spielstarken Gegner, der als Tabellenführer angereist war. In Durchgang eins lief der ASV einem Rückstand hinterherlief (5:7, 9:11, 12:16). Hier merkte man den Gastgeberinnen die fehlende Spielpraxis an. Bei 16:21 schien der Durchgang verloren, als die coachende Eva Kettenbach mit den Einwechslungen von Selina Eiden und Anna Scherbarth ein glückliches Händchen hatte. Scherbarth sorgte mit ihrer ersten Ballberührung für einen Aufschlagpunkt zum 18:21, kurz darauf servierte Antonia Weitzel die entscheidende Fünfer-Serie zur 23:22-Führung, zu der die sehr präsente Mittelblockerin Juliane Brenner drei Angriffs- und Blockpunkte beitrug. „Wir waren gerade am Anfang des Satzes noch nicht ganz wach, vor allem im Block“, resümierte Ersatztrainerin Kettenbach. „Aber die konstante Annahmeleistung am Schluss sowie druckvolle Angriffe über die Mitte haben uns den Satz gerettet“, so die seit 17 Jahren in der ersten Mannschaft spielende Tochter von Walter Wetzka, die aufgrund ihrer zweiten Schwangerschaft in dieser Saison nicht auf dem Feld stehen wird. Im zweiten Abschnitt blieb der ASV am Drücker und dominierte die saarländischen Gäste. Nach 21 Minuten wurde der Satz mit über 7:2, 13:9 und 21:14 mit 25:17 klar gewonnen. „Hier hat einfach alles funktioniert. Wir waren im Block viel wacher und konnten die gegnerische Abwehr durch Angriffe von nahezu allen Positionen gehörig ins Wanken bringen“, stellte Zuspielerin Anna Wantoch-Rekowski fest. Rohrbach fing sich im dritten Satz wieder und gestaltete diesen offen (8:8, 13:15). In der engen Schlussphase nach dem 20:21 hatten die Gäste den längeren Atem, auch weil die zuvor immer erfolgreichen Einwechslungen auf Landauer Seite keine Wirkung erzielten. Nach klaren Ansagen von Kettenbach, die als Vertretung des selbst spielenden Trainers Thorsten Zäck stets die Übersicht über das Spiel behielt, sammelte sich die Landauerinnen im vierten Satz wieder, holten sich bis zur Satzmitte eine 12:8- und 17:12-Führung und konterten auch den letzten Gegenschlag der Saarländerinnen (zum 19:20) erfolgreich.

x