Handball
Weibliche C-Jugend des TV Kirrweiler und ihre Ziele
Die Quali: Häkchen drunter. Die Vorrunde: souverän gemeistert. Mit dem Erreichen der Regionalliga-Meisterrunde haben die C-Jugend-Handballerinnen des TV Kirrweiler das größte Ziel erreicht. Hier spielten sie eine makellos erfolgreiche Runde bis zum Topspiel Mitte Dezember in Nieder-Olm. Der Gewinn des Turniers der Rhein-Neckar-Löwen in Östringen war Balsam. Trainer Peter Leidinger, Lehrer in Dahn, stellt die Mannschaft vor. 17:29 in Nieder-Olm verloren, wie konnte das passieren? Bald nach dem 10:14 zur Halbzeit habe das Team nicht mehr gegenhalten können, und er habe das getan, was Trainer in diesen Fällen machen: Er habe allen Spielanteile gegeben, erzählt Leidinger. Den Titelgewinn hat er auf Platz zwei abgeschrieben, einen hohen Heimsieg gegen Nieder-Olm hält er nicht für möglich. Große Ziele bleiben. Für einige Spielerinnen die DHB-Sichtung Jahrgang 2011 im Februar und für alle, wenn sie zusammenbleiben, die Qualifikation für die B-Jugend-Bundesliga im nächsten Jahr.
Nach dem Übertritt von der HSG Landau/Land, wo unsicher war, ob das Team wie gefordert mit Harz spielen darf, hat der TV Kirrweiler zwei C-Jugendteams. Der Frankweilerer Leidinger trainiert mit Olga Roth aus Hambach die C1, Lea Hammer und Rainer Löwer trainieren die C2 in der Verbandsliga. „Kirrweiler will ein Verein sein auch für Breitensport“, sagt Leidinger, „wir wollen kein Eliteverein sein und nicht werden.“
70 Liegestützen
Seine Elite: im Tor Lotta Leidinger. „Unser Stützpfeiler“, sagt der Trainer und Vater. „Herausragendes Stellungsspiel“, „tolle Reflexe“, genaue Pässe für den Gegenstoß auf Frida Dürk oder ihre Zwillingsschwester. Linksaußen: Frida Dürk, die jüngere Schwester von Jugend-Bundesligaspielerin Jette Dürk (Bensheim/Auerbach): Gegenstoß, Tor, stark im Eins-gegen-eins. Sie wirft mit die meisten Tore. Rückraum links: Louise Pfaff: „Eine der Größten, die extrem hoch springen kann. Sie scheint zu schweben, hat tolle Abschlüsse.“ Goalgetterin, jüngerer Jahrgang. In der Mitte: Leni Leidinger: „Durchsetzungsstark, schnell, spielt in der Abwehr vorgezogen. Schafft 70 Liegestützen.“ Kapitänin, Siebenmeterschützin. Auf der rechten Seite: Abwehrspezialistin Nele Bechtold, die in der Abwehr meist die stärkste Schützin des Gegners in Schach halten kann, und außen Emily Amuser, Linkshänderin. „Eine der Jüngsten und mit ihrer Sprungkraft und Abschlussstärke sehr verlässliche Spielerin.“ Am Kreis: Hannah von Rettberg: Die größte Spielerin, die vorne Sperren stellt und in der Abwehr das Zentrum zumacht.
Die Wurfblockerin
Für jede Position braucht es einen ähnlich guten Backup. Da sind links die „super schnelle“ Hanna Weidinger und Lienne Roth mit ihrer „tollen Spielübersicht“, am Kreis Sophie Reisch, die sich von der Gegnerin freikämpft, rechts Allrounderin und Wurfblockerin Lea Burkard und die „pfeilschnelle“ Maelys Nonga. Von der D-Jugend werden Elin Bechtold und Nela Schröer, deren ältere Schwester in Schweich in der Jugend-Bundesliga spielt, eingesetzt.
Lienne ist eine von zwei Töchtern von Cotrainerin Olga Roth, die in Kirrweiler spielen. Die Arzthelferin ist voriges Jahr von der HSG Landau/Land dazugekommen, wo sie nach Karriereanfang bei der TSG Neustadt und vielen Jahren (ab 2008) beim TV Nußdorf lange gespielt hat. Mit 46 Jahren verstärkt die Hambacherin die TVK-Frauenmannschaft. Was zuerst als Aushilfe gedacht war, ist nun eher ein Dauerzustand.
Drei mit Zweitspielrecht
„Eine geile Truppe“ sei die C-Jugend. Die drei Mädchen mit Zweitspielrecht hätten die anderen aufgenommen, als seien sie schon immer da, sagt Roth: Amuser (Friesenheim), Reisch (Wörth) und Nonga (Kaiserslautern). Mit einem Turnier im Badischen begann das neue Jahr. Dann waren alle mit zum Spinning in einem Fitnessstudio in Neustadt. Schließlich gewannen sie das Turnier in Östringen mit klaren Siegen gegen Dudenhofen/Schifferstadt im Halbfinale und gegen die Gastgeberinnen im Finale. In der Meisterschaft geht es am 24. Januar in Mainz-Bretzenheim und am 1. Februar gegen Dudenhofen/Schifferstadt weiter. Leidinger freut sich über engagierte Eltern und viele Fans bei Auswärtsspielen. Am Mittwoch, 4. Februar, 18.30 Uhr, werden sie in Kirrweiler erwartet: zum Topspiel gegen den Dritten SG Zweibrücken.