Lokalsport Südpfalz Vor zweitem Heimspiel über dem Soll

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LANDAU/GERMERSHEIM. Mit Eintracht Frankfurt gastiert der prominenteste Name der Regionalliga bei den Volleyballern des ASV Landau. Wie zum Heimauftakt spielen die Landauer in der Halle der Berufsschule, los geht es am Samstag um 19.30 Uhr.

Eintracht Frankfurt ist weit mehr als nur Bundesliga-Fußball, mit etwa 37.000 Mitgliedern in 17 Abteilungen ist die „Sportgemeinde Eintracht“ eine der mitgliederstärksten Vereine Deutschlands und bietet neben klassischen Vereinssportarten wie Leichtathletik, Tennis oder Turnen auch exotische Angebote wie Darts, Ultimate Frisbee oder Rugby. Die Volleyballer aus Frankfurt spielten in den 1970er- und 1980er-Jahren in der Ersten Liga. Nach zwei ruhigeren Jahrzehnten kehrte die Eintracht vor etwa fünf Jahren auf die größere Bühne zurück. Bis in die Dritte Liga führte ihr Weg. Vor zwei Jahren folgte der Abstieg in die Regionalliga. Als voriger Vizemeister zählten die Frankfurter bei der Mannschaftsabfrage vor Saisonbeginn zu den Titelfavoriten. Doch mit nur einem Sieg aus den ersten vier Spielen konnten sie diese externen Erwartungen noch nicht erfüllen. Die Landauer haben im bisherigen Saisonverlauf überzeugt, mit drei Siegen und neun Punkten liegen sie auf dem dritten Tabellenplatz hinter der TG Rüsselsheim III, die bislang immer gewann, und der mit ihnen punktgleichen TG Wehlheiden. „Wir sind gerade mit Blick auf bisher drei Auswärtsspiele über dem Soll, aber das ist jetzt kein Grund, sich zurückzulehnen und weniger zu arbeiten. Wir können am Samstag auch Frankfurt schlagen, sie sind bestimmt nicht besser als in ihrer Meistersaison vor drei Jahren und selbst da haben wir sie zu Hause besiegt“, gibt sich Mittelblocker Tobias Barz kämpferisch. Barz und Positionskollege Steffen Pohl tragen für die Verteidigungsarbeit die größte Last, nicht weniger als ein Doppelblock gegen alle vier gegnerischen Angriffspositionen ist gefordert. Es gilt, die Spielsituation und den Zuspieler auf der anderen Netzseite zu lesen und seine Vorlieben in der Passverteilung vorauszuahnen. Nur wenn die Blocker am Netz in einer stabilen Stellung ihre Hände dem Angriff entgegenstrecken, haben sie eine Chance auf einen direkten Punktgewinn. Und nur dann kann sich auch die Feldabwehr Erfolg versprechend positionieren. Oberliga-Duell unter Freunden Die Germersheimer Oberliga-Volleyballer spielen am Samstag um 18 Uhr beim TV Bad Salzig. Das Match wird ein Duell unter Freunden sein. Mit Daniel Müller-Kästner steht auf Germersheimer Seite ein Akteur, der in der vergangenen Saison noch auf der anderen Netzseite aktiv war. Beide Teams kennen sich aus den vergangenen Oberliga-Duellen sehr gut. Aber auch neben dem Feld gibt es Kontakte untereinander. So sind Bad Salzigs Spielertrainer Florian Grajewski und Germersheims Zuspieler Dominik Betsch als Trainer-Duo für den Landeskader der Jahrgänge 2001/02 verantwortlich. Beide waren mit dem Kader am Wochenende beim Bundespokal Süd unterwegs und hatten auch Spieler aus dem jeweiligen Oberliga-Team dabei. Somit sind auf beiden Seiten gute Kenntnisse über den Gegner vorhanden. Trotzdem dürfte Bad Salzig eine leichte Favoritenrolle haben. Die Mannschaft wurde vor der Saison qualitativ gut verstärkt und gilt als heimstark. Die Germersheimer wollen ihre intensiven Trainingsleistungen während der Herbstferien nun auf dem Spielfeld positiv umsetzen. Trainerin Karin Träber kann auf alle Akteure zurückgreifen, Kapitän und Abteilungsleiter Dominik Betsch ist nach seiner Erkältung wieder fit. |fuss/alzi

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