handball RHEINPFALZ Plus Artikel TV Wörth zu durcheinander

Der Wörther Maurice Schumacher ist durch und hat nur noch Keeper Maximilian Geiger vor sich. Zu einem Tor führt die Aktion nicht
Der Wörther Maurice Schumacher ist durch und hat nur noch Keeper Maximilian Geiger vor sich. Zu einem Tor führt die Aktion nicht.

Dem Spitzenreiter gelingt fast alles, Gastgeber TV Wörth fast nichts. Mit dem 29:17-Sieg hat die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam ihren Führungsanspruch in der Pfalzliga bestätigt. Wörths Trainer ist in Gedanken bei Yannic Fuhrmann, der sich schwer verletzt hat.

Das Ergebnis des Handball-Pfalzliga-Derbys in Wörth spricht Bände: Tabellenführer SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam gelang fast alles bei seinem 29:17 (16:9)-Sieg, den Gastgebern fast gar nichts.

Das Spiel fing schon beim ersten Angriff der SG schmerzhaft für Wörth an. Yannic Fuhrmann verletzte sich bei einem Abwehrversuch schwer an der Schulter. Er blieb minutenlang liegen, ehe er ins Krankenhaus gebracht werden konnte. „Damit war mein taktischer Fahrplan, den wir im Training ausgetüftelt hatten, gleich durchkreuzt“, sah Trainer Frank Schindler einen „Knackpunkt“ in der Partie. Seine Mannschaft schien total verunsichert, fand kein Mittel gegen eine aggressiv verteidigende OBK-Abwehr, vergab die besten Chancen gegen Keeper Maximilian Geiger. Nach 15 Minuten stand es 4:10. Schindler wechselte den jungen Torwart Maximilian Fuchs aus und brachte den routinierteren Marcel Dieners. Aber die Gäste marschierten weiter durch die löchrige Abwehr der Hausherren: 6:14.

Der nächste Schlag

Beim 9:15 der nächste Schlag für die Wörther: Alexander Scherrer behindert Maximilian Hauck beim Wurf, der fällt schreiend in den Kreis. „Ich habe ihn überhaupt nicht berührt“, sagte Scherrer, der die Rote Karte bekam, nach dem Spiel.

Nach der Pause setzte sich das Spiel genauso fort. Der SG, die aggressiv auf ihre Gegenspieler zuging, um schon die Ballannahme zu behindern, gelang alles, etwa Christoph Gensheimer ein schöner Heber über Dieners zum 12:22. Ein Heber des Wörthers Felix Werling landete am Pfosten.

Job: So ein Ergebnis nie erwartet

Für Frank Schindler war das Ergebnis am Schluss nicht das Wichtigste: „Die Verletzung von Yannic Fuhrmann beschäftigte mich die ganze Zeit, weil sie gleich alles durcheinander gebracht hat. Keiner meiner Spieler hat mehr seine normale Form und Stärke erreicht.“ OBK-Trainer Christian Job freute sich über den deutlichen Sieg: „Wir waren zwar die bessere Mannschaft und haben somit auch verdient gewonnen, aber das Ergebnis täuscht etwas und sieht zu klar aus. Der Unfall gleich zu Beginn des Spiels und die Rote Karte waren sicherlich mit entscheidend. Ich hatte schon Bammel vor dem Spiel, ein solches Ergebnis habe ich nie erwartet. Aber unser Torwart war heute super in Form. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben und als Tabellenführer in die Spitzenpartie am nächsten Wochenende gehen können.“

Am Sonntag erwartet OBK die HSG Dudenhofen/Schifferstadt, die zum ersten Mal verlor: 18:27 gegen Friesenheim/Hochdorf III. Dieses Trio macht wohl den Aufsteiger unter sich aus. Unter Umständen kann der TSV Iggelheim eingreifen, der die HSG Landau/Land mit 44:30 besiegte und danach in Offenbach antritt. Wörth spielt am Samstag in Kaiserslautern.

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