Fussball
SV Büchelberg nimmt Dreier aus Knittelsheim mit
Der Tabellenführer VfR Grünstadt spielt am Samstag unentschieden. Mit einem Sieg beim TuS Knittelsheim könnte der SV Büchelberg wieder Punktgleichheit herstellen. „Natürlich war das im Kopf. Wir hatten es mal in der eigenen Hand, haben es aber leider verloren und können uns jetzt wieder in die Situation bringen. Das haben wir den Jungs auch gesagt“, erklärt Büchelbergs Trainer Kevin Apfel. Sie gewinnen mit 3:2 (2:1) und sind drei Spieltage vor Schluss wieder punktgleich mit Grünstadt. Für Knittelsheim zieht sich die Schlinge im Abstiegskampf immer weiter zu.
Dabei begann es für den Aufstiegsaspiranten vor 300 Zuschauern überhaupt nicht gut. Nach einem Eckball von Jannik Kempf brachte Jannik Filpe die Hausherren per Kopf in Führung. Die logische Folge, denn sie rissen das Spiel sofort an sich. „Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass wir nicht auf der Höhe waren. Durch einen Standard kann man eben immer mal ein Tor bekommen“, sagte Apfel, dessen Mannschaft die Scharte gleich auszuwetzen versuchte. Mit Erfolg: In der 19. Minute spielten sie Lucas Palau auf der rechten Seite frei, der souverän ins lange Eck zum Ausgleich verwandelte.
Kein gutes Spiel
Die Hausherren waren kaum im Bilde, zwei Minuten später das nächste Gegentor: Eckball Lars Oeßwein, Führung Felix Cölln. „Davon haben wir uns komplett rausbringen lassen. Gerade gegen so einen ballsicheren Gegner wird es dann nochmal schwerer“, bedauerte Jannik Filpe. Seine Mannschaft kam nicht mehr zwingend nach vorne. Büchelberg ließ sie bis zur Mittellinie kommen, versuchte dann schnell die Abwehr zu überspielen. Zwar kamen sie zu Ballgewinnen, konnten jedoch kein Profit in Form von hochkarätigen Torchancen schlagen. Knittelsheim versuchte viel, konnte aber keine Akzente setzen, verlor den Ball oft leichtfertig an den Gegner. „Wir bekommen schnell die zwei Tore, dann hat man gleich die Verunsicherung gesehen. Ich meine, woher soll es denn auch herkommen“, bedauerte Knittelsheims Trainer Yannick Kindler. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Ein gutes Spiel war es nicht.
Mit der Einwechslung von Marco Krucker versuchten die Hausherren, dem Spiel mehr Struktur zu geben. Doch schon sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff mussten sie den nächsten Nackenschlag hinnehmen: Ecke Lars Oeßwein, Romeo Riedling reagiert am schnellsten, 1:3. Vorentscheidung? „Das wünscht man sich als Trainer natürlich, dass wir da die Konter sauberer ausspielen und den Sack zumachen. Aber wir sind die letzten Wochen zu verkopft, spielen lieber nochmal quer statt selbst den Abschluss zu suchen“, monierte Apfel, dessen Mannschaft zwar vielversprechende Konteransätze zeigte, diese jedoch in schlampigen Abspielen endeten.
Kindlers Kritik
Kindler störte sich am Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben es nicht geschafft unser Engagement, das uns die letzten Wochen stark gemacht hat, über 90 Minuten aufrechtzuerhalten. Das ist uns nur phasenweise gelungen.“ Sie verloren sich im Mittelfeldgeplänkel, generierten auch wenig Standardsituationen. Bis zur 70. Minute: Eckball Krucker, wieder Kopfball Filpe, 2:3. „Das war uns vorher schon klar, dass das ein Faktor werden kann, wenn auf beide Seiten einige kopfballstarke Spieler sind“, so Filpe, der immer weiter nach vorne rückte, mit langen Bällen als Anspielstation gesucht wurde. Dennoch: Bis auf eine Situation, als Büchelbergs Torwart Malcolm Little knapp vor Nicolas Heckmann am Ball war, konnten die Hausherren keine zwingende Torchance mehr generieren. Da auch die Gäste nicht mehr gefährlich wurden blieb es beim aufgrund der Spielanteile verdienten Auswärtssieg.
„Wir haben es gut verteidigt und aus dem Spiel nicht viel zugelassen. Dann sind es eben die Standards, die den Unterschied machen“, konstatierte Yannick Kindler. Seine Mannschaft bleibt Vorletzter, fährt nächste Woche zum Drittletzten FSV Schifferstadt. Endgültig vorbei? „Am Ende kann jeder Platz entscheidend sein. Mehr wie von Spiel zu Spiel schauen können wir auch nicht.“ Kevin Apfel zeigte sich sehr zufrieden: „Die Sache ist: Wenn man nach Knittelsheim fährt und den Kampf nicht annimmt, dann geht man unter. Wir haben eine starke kämpferische Leistung gezeigt. Solche spiele werden oft über Standards entschieden. Dann ist es eben auch eine Qualität, das genauso umzusetzen.“