sportschiessen RHEINPFALZ Plus Artikel SV Appenhofen ist Oberliga-Meister

Meister SV Appenhofen (von links, hinten): Niklas Christ, Christina Vatter, Gerd Leonhardt, Mario Pfister, Julia Hauck, Karlhein
Meister SV Appenhofen (von links, hinten): Niklas Christ, Christina Vatter, Gerd Leonhardt, Mario Pfister, Julia Hauck, Karlheinz Hauck, Alessa Dörrzapf, Maria Dausch, Robert Jaschniok, Andreas Kehrt und (vorne) die Trainer Mathias Herder und Volker Herder.

Ohne gefordert zu werden, hat der SV Appenhofen in Rheinzabern seine stärkste Runde in der Luftgewehr-Oberliga abgeschlossen.

Die Spannung ist weg. Julia Hauck, sie erreicht 387 Ringe, Alessa Dörrzapf, Niklas Christ, Andreas Kehrt und Maria Dausch schießen trotzdem. Sie bleiben etwas unter ihren Erwartungen. Egal: Gegner SV Schopp II hat keine Mannschaft zusammengebracht. Der SV Appenhofen ist Oberliga-Meister mit dem Luftgewehr. Der SV Herxheim, den er in der vorherigen Runde mit dem letzten Schuss mit 3:2 besiegt hatte, begleitet ihn zur Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Nichts dem Zufall überlassen

Dass der Titel im Finale kampflos vergeben wurde, konnten Appenhofens Trainer Mathias und Volker Herder nicht ahnen. Klar war: Die kroatische Nationalschützin Estera Herceg hat einen Termin mit der Nationalmannschaft und fehlt, nach langer Verletzung rückt Maria Dausch ist Team. Am 2. Januar war ein Trainingstag in Waldfischbach-Burgalben. Man wollte nichts dem Zufall überlassen.

14:0 Mannschaftspunkte, 31:4 Einzelpunkte: Die stärkste Saison des SV Appenhofen seit Einführung des Ligasystems ist zu Ende. Landessportleiter Tilo Neitsch, Rundenkampfleiter Karlheinz Haas sowie Wettkampfleiter Armin Spitznagel gratulierten und überreichten den zum ersten Mal ausgelobten Wanderpokal.

Liveschalte zu Herceg

Die Glückwünsche aus Kroatien ließen nicht lange auf sich warten. Volker Herder erzählt: „Bei einer kleinen Meister-Feier wurde mit Estera Herceg ein Video-Livestream geschaltet, Herceg war überglücklich und gratulierte auf Pfälzisch: Appenhofen Champion ajo.“ Sie habe dem Team bestätigt, dass sie alles unternehmen werde, um am Relegationskampf im Februar teilzunehmen. Herder: „Nach diesem Statement von Herceg stieg der Schallpegel bei den Schützen in unermessliche Höhen.“

Herxheim schoss gegen den Gastgeber, für den Thomas Dörrzapf seinen ersten Einsatz in der Oberliga hatte. Nikolas Dörrzapf sicherte mit 379 Ringen einen Einzelpunkt für Rheinzabern. Für 4:1-Sieger Herxheim punkteten Lisa Kreitmann (391), Marco Schreieck (382), Stefan Rinck (386) und Rebecca Geiger (385).

Zwei von elf steigen auf

Nun steht für den Meister und den Vize die größere Herausforderung bevor, die Relegation zur 2. Bundesliga am 20. Februar am badischen Landesstützpunkt in Pforzheim. Zehn Mannschaften aus fünf Landesverbänden sowie der SV Möglingen, Tabellenvorletzter der 2. Liga, treten an. Nur die besten zwei Teams schaffen den Aufstieg. Herder: „Wir werden unser Bestes geben. Aber die Konkurrenz ist sehr stark. Nerven und Tagesform spielen in der Relegation eine große Rolle.“

Die Abschlusstabelle: 1. SV Appenhofen 14:0 Mannschaftspunkte, 2. SV Herxheim 12:2, 3. SV Schopp II 10:4, 4. SG Landstuhl 8:6, 5. SG Speyer 6:8, 6. SV Rheinzabern 4:10, 7. SC Ohlweiler 2:12, 8. SSC Haßloch 0:14.

Lisa Kreitmann vom Vizemeister SV Herxheim im Duell mit Fabian Bochert vom SV Rheinzabern.
Lisa Kreitmann vom Vizemeister SV Herxheim im Duell mit Fabian Bochert vom SV Rheinzabern.
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