Fußball
Mission Verbandsliga-Aufstieg: Büchelberg setzt auf den Mann der „Zweiten“
Noch vier Spiele hat der SV Büchelberg, um den Aufstieg in der Fußball-Landesliga Ost zu schaffen. Der aktuell zweite Platz im Tableau würde den erneuten Gang in die Aufstiegs-Relegation für die Verbandsliga bedeuten, wo der SVB im Vorjahr knapp gescheitert war.
Am Sonntag spielen die Büchelberger in Knittelsheim (15 Uhr). Gegen den TuS hatte Büchelberg in der jüngeren Vergangenheit selten Probleme, die letzten drei Partien gewann der SV. SV-Stürmer Jonah Eckert glaubt trotzdem an ein unangenehmes Auswärtsspiel: „Ich erwarte viel Kampf und Leidenschaft. Wir müssen gewinnen, die aber auch.“ Knittelsheim steht auf Rang 15 – ein Abstiegsplatz.
Eckert spielt sonst für die zweite Mannschaft des SVB und hat in dieser Saison in 19 Spielen der B-Klasse Ost 37 Mal getroffen. In der entscheidenden Saisonphase hilft der Torjäger der Zweitvertretung in der „Ersten“ aus. Am vergangenen Wochenende traf er prompt im Spiel gegen Wormatia Worms II zum 1:0-Siegtreffer – wohlgemerkt in der 88. Minute.
Beim FSV Offenbach ausgebildet
Eckert sagt über sich: „Ich spiele Fußball, seit ich Laufen kann. In der F-Jugend hat mich mein Vater trainiert.“ Eckert spielte so gut, dass in der D-Jugend der FSV Offenbach auf ihn aufmerksam wurde. „Ich hatte dort eine wunderschöne, erfolgreiche Zeit und habe bis zur A-Jugend in Offenbach gespielt. Im Corona-Jahr gab es ein paar Unstimmigkeiten, es hat einfach nicht mehr so gepasst.“ Also kehrte Eckert in die Heimat zurück.
„Ich bin in Büchelberg aufgewachsen, wir haben hier eine Gemeinschaft, die es so sonst nirgends gibt, jeder kennt jeden, ich spiele mit meinen Freunden aus der Kindheit zusammen“, erklärt der Goalgetter, der bei einem Unternehmen für Finanzdienstleistungen in Baden-Baden arbeitet. „Fußball ist für mich ein super Ausgleich. Bei der Arbeit muss ich den Kopf anstrengen, beim Sport kann ich mich auspowern.“ Sich selbst beschreibt Eckert als einen Spieler, der über Schnelligkeit und Leidenschaft kommt – und viel Durchsetzungsvermögen mitbringt. „Ich bin kein technischer Typ, kein Dribbler.“
Auswärtsfahrten und weniger Training
Aber warum spielt so ein „Knipser“ meist „nur“ in der „Zweiten“? Gerade wenn in der ersten Mannschaft des SVB kein Spieler im Kader steht, der mehr als sieben Tore erzielt hat? „Ich spiele seit drei Jahren in der U23, dort bin ich Kapitän, spiele mit meinen Freunden zusammen. Fußball ist für mich ein Ausgleich, ein Hobby, in der zweiten Mannschaft macht es mir Spaß“, erklärt er und führt aus: „Außerdem wird in der B-Klasse nur zwei Mal pro Woche trainiert und die Auswärtsfahren sind deutlich kürzer.“
Klar ist aber: Der Aufstieg soll endlich klappen. Nach mehreren Frusterlebnissen in der Relegation ist der SVB an der Reihe, findet Eckert: „Ein Aufstieg wäre schon sehr, sehr wichtig für den Verein. Das Scheitern im Vorjahr war bitter. Die Mannschaft hätte es verdient.“ Vier Etappen sind es mindestens noch. Die erste heißt Knittelsheim. Der SV Büchelberg braucht dort Tore von Jonah Eckert.