Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Meisterschaft in Maximiliansau das Turnier für Detlef Gäßler

Detlef Gäßler
Detlef Gäßler

Der FVP Maximiliansau richtet die südwestdeutschen Meisterschaften der Senioren was. Detlef Gäßler ist ein Favorit. Der 60-jährige Neustadter spielt auch in Portugal.

Detlef Gäßler ist nicht nur der Favorit in seiner Altersklasse bei den südwestdeutschen Tischtennis-Meisterschaften der Senioren und Seniorinnen am Wochenende in Maximiliansau (heute ab 13 Uhr, morgen ab 12.30 Uhr), sondern auch bundesweit einer der Besten der Senioren 60.

Der 60-Jährige, der in Neustadt wohnt, hat sich einiges vorgenommen für das Turnier der besten Rheinländer, Rheinhessen, Saarländer und Pfälzer. Bei den Senioren gibt es Altersklassen von 40 bis 90. Die Wettbewerbe sind unterteilt in Fünfjahresschritten. „Ich habe 200 Punkte Abstand zum nächstbesten Spieler. Ich muss mich wohl als Favorit bezeichnen lassen. Ich will zur ,Deutschen’ fahren, es ist die wichtigste Veranstaltung in meiner Saison“, sagt Gäßler, der schon deutscher Meister bei den Senioren 55 war.

2. Bundesliga in Weinheim und Haßloch

Der Akteur des TTV Edenkoben, der in der Verbandsoberliga Saar/Pfalz aktiv ist, ist im ersten Jahr bei den Senioren 60 am Start. Im vergangenen Jahr belegte der Defensivspieler den dritten Platz, damals noch bei den Senioren 55. Im Doppel war er im Jahr 2010, noch bei den Senioren 40, deutscher Meister mit dem für Berlin nominierten Norbert Karping.

Gäßler, der aus dem Badischen stammt, spielte schon in Weinheim, war dort auch in der 2. Bundesliga aktiv, so wie später in Haßloch. „Ich habe zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr zehn Jahre mit dem Tischtennis pausiert. Ich war damals beruflich viel im Ausland “, erzählt Gäßler, der später auch in Albersweiler spielte.

Verein in Padernense gefunden

Was den Abwehrspieler sicher von den meisten Akteuren der Pfalz abhebt: Er hat noch eine Zweitspielberechtigung im Ausland. „Ich spiele auch noch in Portugal. Ich bin meistens vier oder fünf Monate im Jahr in Algarve. Da habe ich in Padernense auch einen Verein gefunden“, sagt Gäßler. „Meine Ehefrau ist Portugiesin. Wir haben dort seit 25 Jahren ein Haus. Seit ich im Ruhestand bin, verbringen wir dort viel Zeit.“ Sein Portugiesisch reiche für den Alltagsgebrauch. In Padernense ist Gäßler mit seinem Klub in die zweithöchste Spielklasse Portugals aufgestiegen. „Das ist in etwa vergleichbar mit dem Niveau, dass es hier in der Verbandsoberliga oder Oberliga gibt“, relativiert er die Ligenbezeichnung. „Ich habe dort aber auch schon einen richtigen Einlauf bekommen. Es gibt auch sehr starke Spieler dort“, sagt der Vater zweier erwachsener Kinder.

Weil er eben diese Doppelbelastung hat, macht er viel für seine Physis. „Mein Spiel ist sehr intensiv. Ich muss schauen, wie ich zu den Bällen komme. Ich mache viel Stretching, Gymnastik, Krafttraining, Ich mache vor jedem Spiel ein Stunde meine Übungen“, sagt Gäßler, der als größten Konkurrenten in seiner Altersklasse Helmut Biernoth vom TV Wörth sieht.

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