Meinung
In Büchelberg ist vieles anders
Der Aufstieg des SV Büchelberg in die Verbandsliga ist der Höhepunkt einer kontinuierlichen sportlichen Entwicklung, die 2005 in der C-Klasse und wenig später mit der erstem Amtszeit von Volker Brecht als Vereinspräsident begann.
Böse Zungen ziehen immer wieder Vergleiche mit der Geschichte des Fußballs in Edenkoben, Oggersheim, Weingarten oder Rülzheim. Dort endete der Ausstieg des Sponsors mit einem tiefen sportlichen Fall oder gar der Vereinsauflösung.
Natürlich wäre die Entwicklung im Bienwald ohne das gemeinsame Engagement von Brecht und des Autohauses Graf Hardenberg als seinem Arbeitgeber undenkbar gewesen. Doch in Büchelberg ist vieles anders: Die Unterstützung geht ins dritte Jahrzehnt, es wurde ein solides Fundament geschaffen. In der zweiten Mannschaft spielen fast nur Büchelberger, das 880-Seelen-Dorf hat rund 80 Nachwuchskicker.
Hohe Identifikation in Büchelberg
Die Identifikation im Ort selbst ist hoch, die Büchelberger lieben ihren SVB: Bei Kerwe oder Sportwoche sind jedes Jahr über 100 helfende Hände im Einsatz, die schon Fußballspiele mit über 1000 Fans erfolgreich gestemmt haben. Brecht hat neben seinem sozialen Engagement vielen Fußballern auch eine berufliche Perspektive aufgezeigt. Manche arbeiten trotz Karriereende oder Vereinswechsel seit Jahrzehnten dort.
Zudem greift die Büchelberger Kombination in vielfältiger Weise weiteren Vereinen und Amateursportlern außerhalb des Fußballs unter die Arme. Deshalb ist das Beispiel Büchelberg anders zu bewerten als vergleichbare Fälle.