Lokalsport Südpfalz Einfache Tore machen den Unterschied

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KANDEL/BELLHEIM (thc/mawa). 40:25! Der TSV Kandel setzte in der Frauenhandball-Oberliga das nächste Zeichen. Am Sonntagabend setzte er sich gegen die VTV Mundenheim durch. Nächster Gastgeber des Spitzenreiters ist der SV 64 Zweibrücken, der in Wittlich verlor und wie der HSV Püttlingen, der von der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam bezwungen wurde, sieben Minuszähler hat (Kandel: 2, OBZ: 3).

Mundenheim hielt zunächst ordentlich dagegen. Kandels spielerische und körperliche Überlegenheit zeigte sich darin, dass die Mannschaft über die zweite Welle und die schnelle Mitte zu einfachen Toren kam. Trainer Ralf Jochim konnte munter durchwechseln, ein weiterer Vorteil. Der zündete in der zweiten Hälfte. Kandel erkämpfte sich in der Abwehr Bälle und zog mit vielen Gegenstößen davon: 22:14, 27:17. Den Gästen ging es nur noch um Schadensbegrenzung, nachdem sich Rückraumspielerin Frederike Götz am Sprunggelenk verletzte und nicht mehr spielen konnte. Nach dem 33:25 trafen die Gastgeberinnen bis zum 40:25 (19:14)-Endstand. Sie begannen mit Melanie Ofer im Tor, nach der Halbzeitpause spielte Daniela Müller. Zehn Spielerinnen erzielten Tore. Jens Zwißler, der Trainer der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam, musste nach dem 28:24 (13:11)-Sieg in Püttlingen richtig durchschnaufen, so mental geschafft hatte ihn das Auswärtsspiel beim Verfolger. Julia Sefrin erzielte mit Siebenmeter das 0:2, doch gerade von dieser Linie sollte OBZ an diesem Tag kein Glück haben. Von neun zugesprochenen Strafwürfen konnten drei verwandelt werden. Bis zur 25. Minute (10:10) war die Partie zweier fast gleichstarker Mannschaften ausgeglichen. Kein Team konnte sich absetzen. Aleksandra Jelicic und Marion Müller fanden immer wieder die Lücken im SG-Abwehrverband. OBZ-Torhüterin Antje Haag, die ein guter Rückhalt mit insgesamt 17 gehaltenen Bällen war, hatte ein paarmal das Nachsehen. Nach dem Seitenwechsel versuchte sich Janina Weber als Siebenmeterschützin und verwandelte. Es war das 11:14 (33.). Beim 14:14 (38.) war alles wieder ausgeglichen. Janina Weber und Larissa Freund trafen innerhalb einer Minute doppelt, da Haag im Tor wieder parieren konnte, es stand 16:18 (42.). Diese Führung konnte von den Südpfälzerinnen verteidigt und sogar ausgebaut werden. Wiederum Weber, Lena Urschel und Sefrin trafen zum 19:23 (47.), Püttlingen musste dem hohen kämpferischen Einsatz Tribut zollen. Mit dem fünften Treffer von Urschel in der 58. Minute war das Spiel entschieden. Zwißlers Kommentar: „Es war ein verdammt schweres Spiel, denn wir konnten uns nie richtig absetzen. Die Chancenauswertung war heute sehr schlecht, auch gerade beim Siebenmeter-Wurf. Dennoch haben meine Mädels wieder richtig gut gekämpft und sich ins Spiel hineingebissen, sodass wir am Ende auch verdient gewonnen haben.“ Damit ist die SG OBZ weiterhin der hartnäckigste Verfolger des TSV Kandel. Sie erwartet am Samstag um 18 Uhr den TV Bassenheim, der dritte Club mit 13:7 Punkten. Kandel spielt am Sonntag um 16 Uhr.

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