Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Edenkobener Milak Sahin wechselt zum Erstliga-Nachwuchs

Milan Sahin läuft künftig für die Kaderschmiede des Kultclubs auf.
Milan Sahin läuft künftig für die Kaderschmiede des Kultclubs auf.

Auf ans Millerntor: Der Edenkobener Malik Sahin (16) hat einen Vertrag für das Nachwuchsleistungszentrum des Erstligisten FC St. Pauli unterschrieben.

Zurzeit spielt Sahin bei den B-Junioren des SV Sandhausen. Dort sorgte erstmals am 25. Oktober 2025 überregional für Aufsehen, als er beim Sandhausener 5:1 in der DFB-U17-Nachwuchsliga beim FC Bayern München vier Tore erzielte.

Sahins Karriere begann beim TuS Maikammer, für den er von 2014 bis 2017 spielte. Als E-Junior wechselte er zum 1. FC 08 Haßloch. Nach einem Jahr im Großdorf folgte sein erster großer Karrieresprung. Fünfeinhalb Jahre lang trug er fortan das Trikot des Karlsruher SC, bevor er sich dem SV Sandhausen anschloss. Mit Letzterem gewann er am 4. April das Endspiel des B-Junioren-Verbandspokals.

Entscheidungskriterium: Talenthaus

„Trotz weiterer Angebote habe ich mich bewusst für den FC St. Pauli, in dessen Talenthaus ich ziehen werde, entschieden. Nach mehreren Jahren in Baden ist das für mich der nächste große Schritt, auch durch den Umzug vom beschaulichen Edenkoben in die Großstadt Hamburg“, sagte Sahin. Für St. Pauli soll er ab der kommenden Saison für die U19 spielen. In Hamburg werde er die elfte Klasse eines Gymnasiums besuchen.

„Der FC St. Pauli hat viel Tradition und das meiste Interesse mir gezeigt. Dessen Nachwuchsleistungszentrum mit dem Talenthaus, in dem ich dann wohne, ist auch mit drei Sternen am höchsten bewertet“, begründete er seine Entscheidung. Für St. Pauli habe auch gesprochen, dass die erste Mannschaft der Bundesliga und die U 23 der Regionalliga angehöre. Dies biete eine gute Perspektive. Ab Sommer sei der Verein vom Millerntor auch in der neuen U21-Bundesliga vertreten. Sein Tagesablauf bekomme nach dem Umzug professionelle Struktur aus Fußball und Schule. Das sei natürlich spannend. Maliks Vater ist Hasan Sahin, der in der Vorderpfalz unter anderem TuS Maikammer und den VfL Neustadt trainiert hat.

Malik Sahin ist nicht das erste Pfälzer Talent, das nicht irgendwann beim 1. FC Kaiserslautern landet. „Bevor ich in die U10 des Karlsruher SC wechselte, war der KSC mit dessen Zusage einfach schneller als der FCK. Danach kam Letzterer auch nicht mehr auf uns zu, andere Bundesligisten schon“, erklärte er, warum ein Engagement auf dem Betzenberg nie ein Thema gewesen sei.

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