Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Landau

Sterne hängen bis Lichtmess’

Während in vielen Haushalten die Christbäume entsorgt sind, stehen sie in den Kirchen traditionell bis Maria Lichtmess’ am 2. Februar. Der christliche Feiertag gilt als das letzte Fest der Weihnachtszeit und ist zugleich ein Neubeginn, an dem vielerorts Kerzen in Lichterprozessionen für das neue Jahr geweiht werden. Auch in der Hördter Pfarrkirche stehen noch die Bäume. Ihre Besonderheit: Sie sind mit rund 500 selbst gemachten Strohsternen geschmückt. Zu verdanken ist das Otto Kießling, der die Sterne viele Jahre lang in der Winterzeit bastelte. Er verwendete nur Stroh von seinen Feldern, das er entsprechend präparierte und bügelte. Kießling, der sich jahrelang in der Pfarrei engagierte, starb im November 2015. Ein Team aus ehrenamtlichen Helfern schmückt die Tannenbäume mit seinen Sternen seither weiter. Das im Volksmund als „Mariä Lichtmess’“ bekannte Fest wird auch „Darstellung des Herrn“ genannt. Die Bezeichnung geht auf das Lukas-Evangelium zurück: Maria und Josef kommen mit ihrem Baby in den Tempel. Dort merken zwei Menschen sofort, dass es kein gewöhnliches Kind ist: Simeon und Hanna bekennen laut, dass Jesus der Erlöser ist. Das Gesetz Mose schrieb Juden vor, ein Neugeborenes innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. Die Bibel berichtet von zwei Riten, die die Heilige Familie erledigt: Im Tempel sollte die „männliche Erstgeburt dem Herrn geweiht“ werden, und die Mutter sollte zur „Reinigung“ ein Schaf und eine Taube an den Priester übergeben. Frauen galten 40 Tage nach der Geburt eines Jungen als unrein – und 80 Tage nach der Geburt eines Mädchens. Bereits im 4. Jahrhundert feierte die Kirche in Jerusalem das Fest – zunächst am 14. Februar, dem 40. Tag nach dem Fest „Erscheinung des Herrn“, später 40 Tage nach Weihnachten, der Geburt Jesu. (Quelle: www.katholisch.de). | rhp/naf

Südpfalz-Ticker