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Montag, 08. Januar 2018 Drucken

Landau: Kultur Regional

Musikalische Reise ins Winterwunderland

Der Jazzchor aus Ettlingen zelebrierte in Landau mit „Love, Peace und Spekulatius“ nachträgliche Weihnachtsatmosphäre

Von Vera Allmann-Stübinger

Singen und swingen: der Jazzchor Ettlingen begeisterte in der Landauer Marienkirche.

Singen und swingen: der Jazzchor Ettlingen begeisterte in der Landauer Marienkirche. ( Foto: Iversen)

28 Stimmen brachten am vergangenen Wochenende ein fast schon schmerzlich vermisstes Winter-Wunderland-Gefühl in die Marienkirche nach Landau. Der Jazzchor Ettlingen zauberte in einem bemerkenswerten Konzert „Love, Peace und Spekulatius“ eine wohlige Weihnachtsatmosphäre zurück in die Köpfe der Zuhörer.

Vor einem vollen Haus zelebrierten sie Chorjazz mit eigenwilligen, selbstkomponierten und allseits bekannten Melodien. Unter der Leitung von Wolfgang Klockewitz, der an diesem Abend Leitung, Choreographie und Moderation übernahm, gelangen dem Jazzchor beeindruckende und starke Momente, die von den Zuhörern mit viel Applaus bedacht wurden. Gleich zu Beginn erklärte Chorleiter Klockewitz das Motto. „Love und Peace“ hat heutzutage nichts mehr mit Flower-Power zu tun, sondern mit dem immer stärker werdenden Gefühl, dass die Welt so langsam aus den Fugen gerät und schleunigst etwas dagegen getan werden muss. Unter „Spekulatius“ soll das, was wir so alles „weihnachtstechnisch“ unternommen haben, festgehalten werden. Mal kraftvoll, mal sanft und immer ausdrucksstark ließ der Chor passende Stücke zum Motto erklingen, unter anderem mit den Solisten Sarah Herpertz, herrlich in dem Lied „The Hope of Christmas“ , oder Gebhard Seufert-Braun, der den Swing in der Stimme hat, wie bei dem Lied „Mary did you know“ zu hören war.

Das Konzert lebt von exzellenten Swing-, Funky- und Popelementen, sowie etwas Herzschmerzfeeling und einer Menge Groove. Und „Rap“ können sie auch. Der von Klockewitz selbstkomponierte „Weihnachtsrap“, auf der Basis von „Stille Nacht“ begeisterte. Dargebracht mit Coolness und schwarzen Sonnenbrillen wuschte der Song einfach mal so mit dem Refrain aus dem Hintergrund: „Stille Nacht! – Ich sag – stille Nacht!“ durch die Hallen der Kirche und brachte die Zuhörer zum Schmunzeln. Und auch der Anfang (oder besser: Trailer!) des neusten Werkes „Snowflakes“ von Wolfgang Klockewitz gab sich die Ehre. Allerdings nur der Anfang, denn so der Dirigent: „Fertig ist der Song noch nicht, denn der ist sackschwer.“ Dafür hört sich der Beginn schon gut an.

„O Tannenbaum“ geht auch im Swing-Format. Ehrlich! Und hört sich klasse an. Die Ideen des Chorleiters und musikalischen Kopfes Klockewitz sind wirklich interessant und gehen wohltuende neue Wege.

Auch einige Sänger zeigten nicht nur Stimme, sondern agierten mit Kopf und Körper fleißig mit. So bei dem Lied „White Winter Hymnal“. Da war handwerkliches Musiktalent angesagt. Sie schnippten gekonnt, vor allem passgenau, und klatschten zur Melodie. Natürlich fehlten die Zugaben nicht. Solistin Heidi Ehrle in Begleitung des Chors swingte zum Abschluss „I love the Winter Weather“ mit einem begeisterten Publikum im Hintergrund.

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