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Mittwoch, 11. Juli 2018 Drucken

Landau

Landauer Rundsporthalle zermalmt und abgefahren

Von Sabine Schilling

Die Rundsporthalle im Januar, ...

... im April

... und das, was am Dienstag von ihr noch übrig war. (Fotos: Van)

Ein überschaubarer Haufen zerkleinerten Betons ist alles, was am Dienstag von der Landauer Rundsporthalle im Prießnitzweg noch zu sehen war. Nach der Sommerpause wird beraten, was mit der freien Fläche geschehen soll. Die Politik favorisiert den Bau neuer Wohnungen.

Seit dem 5. März wird die 1982 eröffnete Halle abgebrochen, an Ort und Stelle geschreddert und – fein säuberlich nach Wertstoffen getrennt – abgefahren. Voraussichtlich Ende Juli kann der Bauzaun abgebaut werden, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. In der vergangenen Zeit war die Rede davon, dass auf der Brache neue Wohnungen gebaut werden sollen. Das bekräftigte auch Oberbürgermeister Thomas Hirsch gestern bei seiner Sommer-Pressekonferenz: „Die wohnwirtschaftliche Nutzung steht natürlich im Vordergrund.“ Das städtische Bauamt erarbeitet zurzeit Vorschläge, die ab Herbst in den Ausschüssen und im Stadtrat beraten werden sollen.

2.000 Kubikmeter Recyclingmaterial

Auf der Baustelle liegen noch Beton, Kalksandstein-Mauerwerk und Gussasphaltestrich – rund 2.000 Kubikmeter Recyclingmaterial aus den Bauteilen der ehemaligen Halle. Stahl, Holz, Glas und die Sanitärgegenstände aus dem Inneren des Bauwerks sind längst abgefahren worden. Laut Stadtverwaltung werden mit 500 Kubikmetern des zerkleinerten Abbruchmaterials die Fundamentgruben aufgefüllt. Das soll Mitte der kommenden Woche erledigt sein, heißt es im Rathaus.

 

Etwa 900 Kubikmeter Rundsporthallen-Bröckelchen werden zwischengelagert und dann für den Einbau als Frostschutz- und als Tragschicht der neuen Sporthalle West verwendet, die auf dem benachbarten Jahnsportplatz gebaut werden soll. 600 Kubikmeter schließlich werden abgefahren. Wegen der guten Qualität könne das Abbruchunternehmen das Recyclingmaterial bei anderen Bauvorhaben wieder verwenden.

Spektakulärer Einsturz

Spektakulär war Anfang April der kontrollierte Einsturz des Daches mit der Technikzentrale obendrauf. Die Dachmembran bestand aus 22 Tonnen beschichteten Stahlblechs. Die Kosten für den Rückbau sind mit 200.000 Euro veranschlagt.

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