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Donnerstag, 17. Januar 2019 - 14:28 Uhr Drucken

Landau-Ticker

Landau: Vier geschleuste Afghanen in Lkw entdeckt

Das Quartett wollte weiter nach Belgien und Irland. Foto: Bundespolizei

Das Quartett wollte weiter nach Belgien und Irland. Foto: Bundespolizei

[Aktualisiert 15.37 Uhr] Die Landauer Polizei und die Kaiserslauterer Bundespolizei haben am Mittwochnachmittag vier Afghanen im Alter von 16 bis 27 Jahren in einem verplombten Lkw auf dem Gelände des Reifenherstellers Michelin in der Landkommissärstraße in Landau gefunden. Wie die Bundespolizei mitteilt, wurde ein Lkw-Fahrer durch eine winkende und rufende Person auf der Ladefläche eines Lastwagens aufmerksam. Die hinzugerufenen Streifen öffneten die verplombte Ladefläche und fanden die vier Menschen neben Motorradreifen. Ihr Ziel: Belgien und Irland.

„Den Umständen entsprechend gut“



Nach ersten Ermittlungen brachte ein unbekannter Schleuser die vier Afghanen am Sonntag in Serbien auf den Lkw, teilt die Bundespolizei weiter mit. Sie reisten so unerkannt über Ungarn, Slowakei und Tschechien nach Deutschland ein. Erst in Landau machten sie durch Rufe auf sich aufmerksam. Den vier Menschen gehe des „den Umständen entsprechend gut“, sagt ein Sprecher der Bundespolizei auf RHEINPFALZ-Anfrage. Sie hätten noch Verpflegung dabei gehabt.

Ermittlungen gegen Afghanen und LKW-Fahrer



Die Beamten haben die drei minderjährigen Migranten dem Jugendamt übergeben, sie sind mittlerweile nach Trier in die Erstaufnahmeeinrichtung gebracht. Den 27-Jährigen brachten sie zur Landeserstaufnahmeeinrichtung nach Karlsruhe. Den Lkw-Fahrer beließen sie nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft auf freiem Fuß. Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern ermittelt neben unerlaubter Einreise gegen die vier Afghanen auch gegen den LKW-Fahrer wegen des Verdachts auf Einschleusen von Ausländern.


|fare/boe

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