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Donnerstag, 11. Oktober 2018 - 19:47 Uhr Drucken

Landau-Ticker

Landau: Sportverein regt Unternehmerdialog für Kunstrasenplätze an

Gemeinsam machen sich die Landauer Sportvereine stark für einen Kunstrasenplatz an der Sporthalle West und haben neulich dafür demonstriert. Foto: Stadt Landau

Gemeinsam machen sich die Landauer Sportvereine stark für einen Kunstrasenplatz an der Sporthalle West und haben neulich dafür demonstriert. Foto: Stadt Landau

Die Landauer Sportvereine kämpfen Seit’ an Seit’ mit CDU und SPD um weitere Kunstrasenplätze in der Stadt. Sollte das Vorhaben misslingen, wäre das für die Vereine dramatisch, betont Peter Schilinski,
Vorsitzender des SV Landau West. Er setzt auf die Unterstützung aller Landauer Unternehmen.

„Damit wäre ein Standard geschaffen, kein Luxus“



Peter Schilinski lädt Firmenvertreter und Bürger zu einem Austausch am Dienstag, 30. Oktober, 20 Uhr, ins Clubhaus des SV Landau West ein. Er möchte mit der Unterstützung aller Landauer Unternehmen und der Stadt zwei Kunstrasenplätze in Landau bauen lassen, teilte er am Donnerstag der RHEINPFALZ mit. Wie am Mittwoch berichtet, ist noch nicht entschieden, ob es Zuschüsse von Land oder Bund für einen Platz auf dem Gelände des Jahnsportplatzes nahe der noch zu bauenden Sporthalle West gibt. Doch laut Schilinski braucht die Stadt mindestens zwei neue Kunstrasenplätze: „Damit wäre ein Standard geschaffen, kein Luxus.“

Schilinksi möchte Firmen für eine Beteiligung gewinnen



Ausgangspunkt der Überlegungen ist der Anstoß der SPD-Ratsfraktion, der Verein selbst sollte als Bauherr auftreten. Das erachtet der SV-Vorsitzende zwar als unrealistisch, was er in einem Offenen Brief ausführlich darstellt, greift aber den Vorschlag auf umzudenken. Er möchte in einen „Unternehmerdialog“ treten. Landauer Unternehmen profitierten von einem positiven sozialen Umfeld ebenso wie die Stadt selbst. „Dieses soziale Umfeld schaffen Sportvereine mit ihrem Angebot“, argumentiert Schilinksi. Deshalb möchte er Firmen für eine Beteiligung an diesem Mammutprojekt gewinnen.

Auch andere Vereine sollen den Platz nutzen können



„Gehen wir von einem Gesamtvolumen von 800.000 Euro aus und setzen im Weiteren voraus, dass sich 150 Firmen an diesem Projekt beteiligen, würde dies eine Spende pro Unternehmen von 5333 Euro bedeuten. Mit jeder weiteren Firma, die dieses Projekt unterstützt, würde das Spendenaufkommen pro Unternehmen sinken“, rechnet Schilinksi vor. Sein Verein würde dann versuchen, die jährlichen Pflegekosten im vorhandenen Rasenpflegekonzept einzubinden. Schließlich würden durch die Reduzierung der stark strapazierten Rasennutzungszeiten des eigenen Platzes Mittel frei. Selbstverständlich würden freie Zeiten auf dem Kunstrasenplatz den anderen Vereinen kostenfrei zur Verfügung stehen. Die Stadt trete im Gegenzug dem Verein den Platz für mindestens 25 Jahre mit einer Option auf weitere 25 Jahre ab. Die jährlich zu zahlende Pacht wäre nach Vorstellung des SV-Vorsitzenden ein Euro. Die Vereine dürften in der Sporthalle West die Umkleide- und Duscheinrichtungen nutzen.

Situation für den Fußball bleibe angespannt



Peter Schilinksi betont, dass die Situation durch den Wegfall weiterer Sportstätten für den Fußball angespannt bleiben werde. Wegen Fehlplanungen in der Vergangenheit seien die Sportstätten in Landau in einem teilweise sehr schlechten Zustand oder falsch konzipiert. Zu diesem Schluss kommt auch der jüngste Sportstättenleitplan.
|sas

 

 

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