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Mittwoch, 12. September 2018 Drucken

Landau

Lächeln und winken auf dem Landauer Herbstmarkt

Von Jan Peter Kern

Redakteur Jörg Petri – mit verzweifelt wirkender Geste der Freude – findet die Fahrt „ganz okay“. „Es macht schon Spaß“, sagt er. Auch von Mitfahrer Jelle gibt’s einen Daumen nach oben.

Redakteur Jörg Petri – mit verzweifelt wirkender Geste der Freude – findet die Fahrt „ganz okay“. „Es macht schon Spaß“, sagt er. Auch von Mitfahrer Jelle gibt’s einen Daumen nach oben. (Foto: Van)

(Foto: Van)

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(Foto: Van)

Gefühle außer Plan, in dieser Achterbahn? Der „Euro Coaster“ auf dem Landauer Herbstmarkt verspricht jede Menge „Action“ und „Sensation“. Der niederländische Betreiber wirbt mit Superlativen. RHEINPFALZ-Redakteur Jörg Petri liebt den Nervenkitzel. Also hat er eine schnelle Runde gedreht. Eine Testfahrt.

Sie ist der Star des 127. Landauer Herbstmarkts: die große Achterbahn. Das lila-giftgrüne Monster stellt die Süwega-Halle auf dem alten Messplatz locker in den Schatten. Und das farbenfroh blinkende Riesenrad. „Euro Coaster“ heißt die Attraktion, die von der niederländischen Schausteller-Familie Buwalda mit Superlativen beworben wird. Das Fahrgeschäft soll nicht nur die größte transportable Achterbahn mit hängenden Sitzen der Welt sein, sondern auch die einzige. „The only one all over the world“ – so steht es auch auf einem Plakat. Adrenalin-Junkies dürfen sich auf eine 370 Meter lange Strecke freuen. Und auf Aufs und Abs.

Nach Währung benannt

 

Alle dürfen einsteigen, alt und jung. Die einzige Einschränkung: Kinder unter einer Körpergröße von 1,20 Meter dürfen nicht mitfahren. Wie gut, dass RHEINPFALZ-Redakteur Jörg Petri kein Kind mehr ist und von Kopf bis Fuß 171 Zentimeter nachweisen kann. Er ist ein wahrer Achterbahn-Fan und kennt sich in Sachen Nervenkitzel bestens aus. Auch mit allen rasanten Jahrmarkt-Attraktionen, in denen man sich zum Beispiel überschlägt. Die perfekte Testperson also für den „Euro Coaster“, der übrigens wegen seines „Geburtsjahres“ so heißt. 2001 in Frankreich erbaut, hat man das neue Fahrgeschäft in weiser Voraussicht nach der neuen Währung Euro benannt, die in Europa seit 2002 gilt.

 

 

 

Apropos Euro: Achterbahn-Fans zahlen an der blinkenden Bude vier Euro für ein Ticket. Und dafür gibt’s dann rund zwei Minuten Spaß – auch für RHEINPFALZ-Redakteur Jörg Petri. Aufgeregt? Ist er nicht. Völlig entspannt nimmt er in einer Gondel Platz, die aus einer offenen Bank besteht und an den lilafarbenen Schienen befestigt ist. Die Beine baumeln in der Luft.

Neongrünes Säulengewirr

Petri, vom Schulterbügel in den Schwitzkasten genommen, winkt noch mal – und dann wird’s ernst. Die Vierer-Gondel wird in eine Höhe von rund 16 Metern befördert, was ziemlich laut ist. Es rattert. Und rattert. Oben angekommen, geht’s dann zunächst im Wilde-Maus-Kurven-Stil einige Male von links nach rechts, dann zwischen dem neongrünen Säulengewirr hoch und runter. Dazu gibt es beatlastige Disco-Musik auf die Ohren. Ganz ohne Teeniegeschrei kommt Achterbahn-Mann Petri wieder unten an. Mit einem Lächeln.

Völlig abgehoben, keine Schwerkraft mehr? Gefühle außer Plan, in dieser Achterbahn? Schlager-Pop-Königin Helene Fischer, die gerne über Achterbahn-Gefühle singt, wäre bestimmt entzückt vom „Euro Coaster“, der sogar schon mal in China aufgebaut worden war und demnächst nach London reist. RHEINPFALZ-Redakteur Jörg Petri findet die Fahrt „ganz okay“. „Es macht schon Spaß“, sagt er. Vor allem an jenen zwei Stellen, an denen es aus heiterem Himmel nach unten geht, wie im freien Fall. Und beim plötzlichen Stopp am Ende. Allerdings sei die Fahrt viel zu kurz. Damit dieses flüchtige Vergnügen auch lange in Erinnerung bleibt, gibt’s in der „Photobox“ am Ausgang Souvenirs zu kaufen: Schnappschüsse aus luftiger Höhe, für sechs Euro als Foto zum Aufhängen, für fünf Euro als Anhänger für den Schlüsselbund. Also: lächeln und winken.

Mittwoch ist Familientag

Noch bis Montagabend steht die Achterbahn auf dem alten Messplatz. Am Mittwoch, am Familientag, kostet eine schnelle Runde nur zwei Euro. Ob es eine gute Idee ist, vor der Fahrt Pommes, Schaumzuckerkuss und Co. zu verzehren? „Ich habe vorher was gegessen – und das ist kein Problem“, sagt Petri. „Nur bei der fünften Weinschorle könnte es vielleicht kritisch werden.“

Info

Der Landauer Herbstmarkt auf dem alten Messplatz endet am Montag, 17. September, gegen 22 Uhr mit einem Feuerwerk. Am heutigen Familientag gibt’s Spaß zum halben Preis.

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