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Kreis Germersheim

BUND: Haben genug Geld für Klage gegen 2. Rheinbrücke

Von Umweltverbänden den Südpfälzer Pendlern als Alternative empfohlen: Das Pedelec.

Von Umweltverbänden den Südpfälzer Pendlern als Alternative empfohlen: Das Pedelec. ( Archivfoto: KUNZ)

Eine Info-Veranstaltung mit etwa 150 Besuchern am Mittwochabend in Knielingen soll Spendenzusagen über annähernd 16 000 Euro gebracht haben

Armin Gabler vom BUND-Landesvorstand Baden-Württemberg drückte sich am Ende des Abends zwar vorsichtig aus: „Ich gehe davon aus, dass wir die 40.000 Euro erreichen werden.“ Man müsse noch Gespräche führen und verhandeln, aber der BUND habe noch Möglichkeiten, blieb Gabler im Ungefähren, ließ aber letztlich keinen Zweifel daran: Am fehlenden Geld wird die Klage der Umweltverbände gegen die 2. Rheinbrücke nicht scheitern.

Trasse durch Raffineriegebiet und Ackerland

Argumentativ brachte der Abend wenig neues: Mit der B-36-Anbindung der 2. Rheinbrücke werde die Nordtangente-West gebaut und dies sei der Einstieg in die Nordtangente, hieß es wieder. Außer Knielingen und Neureut sollen jetzt auch die zum Teil etwa weiter entfernten Stadtteile Nordstadt, Nordweststadt und Mühlburg massiv zusätzlich belastet werden – so die neueste Behauptung. Zudem war auf einem Flugblatt die Rede von einem „ungeheuren Verlust an Erholungs- und Naturraum“ auch in der badischen Rheinaue“ – dabei führt die Trasse in Karlsruhe überwiegend durch das Raffineriegebiet und über Ackerland.

"Chance für Verkehrswende"

Den Pendlern aus der Südpfalz wurde empfohlen, auf Stadtbahn, Züge und Pedelecs umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Karin Marsiske vom BUND Südpfalz forderte außerdem die Elektrifizierung der Bahnlinie Wörth/Neustadt. Mit der Klage gegen die 2. Rheinbrücke schaffe der BUND die Chance für eine Verkehrswende, für die bei einem Verzicht auf den Brückenbau auch mehr Geld da sei. |lap

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