Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Freitag, 14. Februar 2020 - 15:03 Uhr Drucken

Germersheim-Ticker

Bruchsal: Barocke Schlossfassaden leiden unter Vandalismus

Um die barocke Fassade kümmert sich ein Restaurator.

Um die barocke Fassade kümmert sich ein Restaurator. (Foto: Staatliche Schlösser und Gärten/frei)

Immer wieder habe sich der Schlossgarten zum nächtlichen Treffpunkt von Jugendlichen entwickelt, die ihren Müll hinterließen. Was seit Januar geschieht, übersteige aber das bisher bekannte Maß solcher Verunreinigungen und Sachbeschädigungen bei Weitem. Nach dem letzten Wochenende stellten die Mitarbeiter der baden-württembergischen Schlösserzentrale und des Amtes Karlsruhe an 45 Stellen Graffiti fest: an Fassaden, Mauern, Bänken, Schildern, Papierkörben und Leuchten. „Es macht den Eindruck, als hätte sich eine ganze Gruppe von Jugendlichen durch den gesamten Schlossgarten gearbeitet“, sagt eine Mitarbeiterin. „Nahezu jede Bank und jeder Mülleimer wurde beschmiert.“

Kosten im fünfstelligen Bereich

Besonders die Schmierereien an den Bruchsteinmauern im Schlossgarten seien schwer zu beseitigen, teilen die Staatlichen Schlösser und Gärten mit. Das Fugenmaterial sei so weich, dass kein Dampfstrahler eingesetzt werden könne. Für die Schmierereien an den barocken Fassaden müsse ein Restaurator beauftragt werden. Die Kosten zur Beseitigung der Schäden werden laut Experten wohl im fünfstelligen Bereich liegen. Auch der Imageschaden sei beträchtlich. Das Schloss sei nicht nur ein bedeutendes Kulturdenkmal, sondern auch der sstärkste Touristenmagnet in der Stadt.

Die Polizei wird das Gelände ab sofort verstärkt bestreifen. „Uns geht es auch darum, die Bevölkerung zu sensibilisieren: Wer beobachtet, wie jemand dem Bruchsaler Schloss einen Schaden zufügt, soll den Vorfall gleich der Polizei melden“, erklärt Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

|rhp