Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Mittwoch, 13. Juni 2018 - 13:27 Uhr Drucken

Germersheim-Ticker

Berg/Neulauterburg: Autowrack steht seit 2015 herum

Möglicherweise war es der Besitzer, der an dem Auto, das auf einem Gemeindegrundstück steht, die Nummernschilder abmontiert hat. Foto: HCS

Möglicherweise war es der Besitzer, der an dem Auto, das auf einem Gemeindegrundstück steht, die Nummernschilder abmontiert hat. Foto: HCS

„Mir geht das Ding so auf den Keks“, entfuhr es kürzlich Bergs Ortsbürgermeister Günter Roitsch in einer Ratssitzung. Zur Sprache kam ein Auto, das unrechtmäßig auf einem Gemeindegrundstück an der deutsch-französischen Grenze im Ortsteil Neulauterburg geparkt wurde – und dort seit fast drei Jahren steht.

Hat Halter nachträglich Kennzeichen entfernt?



Es loszubekommen, so scheint es, ist fast unmöglich. Anfangs waren an dem silbernen Opel noch Nummernschilder befestigt. Daher konnte das Ordnungsamt in der Verbandsgemeindeverwaltung Hagenbach den Fahrzeughalter finden. Der reagierte aber auf keines der vielen Schreiben. Möglicherweise war er es, der eines Nachts zur besagten Stelle zurück kam, die beiden Nummernschilder abschraubte und das Wrack zurück ließ. Einen solchen Fall hat Armin Schneider vom Ordnungsamt noch nie erlebt. Vermutlich seit Ende 2015 steht besagtes Auto auf dem frei zugänglichen Gelände an der Abfahrt in Neulauterburg nach Scheibenhardt. Mittlerweile ist es äußerlich verdreckt und verwahrlost. Was im Innern los ist? Die Gemeinde darf es nicht öffnen.

Ohne Papiere ist Fahrzeug nicht verkäuflich



Schneider verweist auf die verzwickte rechtliche Situation: „Da uns der Halter bekannt ist, haben wir juristisch keinen Grund, sein Auto zu öffnen.“ Schneider vermutet, dass dem Halter an besagter Stelle das Auto kaputt gegangen ist und er es deshalb zurück ließ. Der Halter teilte der Polizei mit, er werde das Auto abholen. Was er aber nie tat. Weil es sich um ein unrechtmäßig geparktes Auto handelte, war von nun an das Ordnungsamt in der Sache zuständig. Mittlerweile wäre es möglich, das Auto zu verkaufen, etwa an einen Schrotthändler. Aber die Gemeinde hat weder Fahrzeugschlüssel noch Papiere. „An dieser Stelle verlieren potentielle Käufer das Interesse“, erklärt Schneider das Dilemma.

Gemeinde hofft, dass einer „die Kiste“ abholt



Ortsbürgermeister Günter Roitsch gibt sich gegenüber der RHEINPFALZ zweckoptimistisch: „Wir werden doch jemanden finden, der diese Kiste abholt.“ Er nennt den Fall „eine Grauzone“. Den Fahrzeughalter verklagen will er nicht, da erfahrungsgemäß in solchen Fällen nichts zu holen sei. „Es entstehen nur Kosten.“
|hcs

 

 

Zugang auswählen


Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Der neue Messenger Service



Südpfalz-Ticker