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Dienstag, 18. Februar 2020 - 16:25 Uhr Drucken

Germersheim-Ticker

Atommüll: Neue Transporte durch die Pfalz?

Atommüll-Behälter im Zwischenlager Philippsburg.

Atommüll-Behälter im Zwischenlager Philippsburg. (Foto: dpa)

Das Gelände des stillgelegten Atomkraftwerks Philippsburg wird abermals Ziel von Atommüll-Transporten: Ab dem kommenden Jahr sollen dort auch Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll aus der britischen Aufbereitungsanlage eingelagert werden. Das Lager hat Platz für 152 Castor-Behälter, erst 62 Plätze sind belegt. Der Atommüll wird dort bis mindestens 2050 lagern.

Strecke geheim gehalten

Die Atomkraftgegner vom „Bündnis CASTOR-Stoppen“ erwarten, dass die neuerlichen Transporte ab dem kommenden Jahr erfolgen. Der erste Transport mit sechs Castoren aus Sellafield solle laut Genehmigung des „Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung“ Anfang März nach Biblis (Hessen) gehen. Die Behälter werden per Schiff wahrscheinlich in den deutschen Hafen Nordenham gebracht, so die Atomkraftgegner. Danach gehe es per Schiene weiter, die genaue Strecke werde geheim gehalten.

Bundespolizei übt schon

Am Dienstag übten Bundespolizisten aus Rheinland-Pfalz und Hessen in Dahn (Südwestpfalz) gemeinsam die Abwehr von Störaktionen gegen Castor-Transporte. Eine mögliche Route für Atommüll-Transporte nach Philippsburg aus Richtung Norden führt bis Germersheim und quert dort den Rhein.

|lap