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Montag, 07. Januar 2019 Drucken

Kusel: Lokalsport

Nur für Brücker Herren wird’s eng

TISCHTENNIS: Alle anderen Pfalzliga-Teams aus dem Kreis haben nichts mit dem Abstieg zu tun

von Benjamin Haag

«KUSEL.» Nach der Vorrunde in den Tischtennis-Pfalzligen sind die meisten Teams aus dem Kreis Kusel auf gutem Weg, ihre Saisonziele zu erreichen. Lediglich beim einzigen Vertreter in der höchsten Verbandsspielklasse, dem TTC Brücken, sieht es recht düster aus, während Kreimbach-Kaulbach eine Klasse tiefer überrascht. Entspannt können es die Frauenteams aus Brücken und Altenglan in der Zweiten Pfalzliga West angehen lassen, der TTC Sand mischt sogar noch im Aufstiegsrennen mit.

In Brücken deutet derzeit vieles darauf hin, dass das Team den Gang in die zweite Pfalzliga West wird antreten müssen. Das von Kapitän Daniel Stucky gesetzte Ziel Klassenverbleib ist nunmehr fast unerreichbar. 1:21 Zähler hat der Tabellenletzte auf seinem Konto, hat nur gegen den Vorletzten 1. TTC Pirmasens punkten können. Der Abstand zu den Schuhstädtern beträgt vier Zähler. Der Rückstand auf den zehnten Rang, der am Ende möglicherweise reichen würde, beträgt bereits sieben Punkte. Ganz bitter für die Brücker, dass Pirmasens im Nachholspiel Mitte Dezember gegen Aufsteiger SG Waldfischbach mit 9:7 gewann und somit der Abstand zur einzig ebenbürtigen Mannschaft weiter angestiegen ist. Eine überzeugende Hinrunde spielte bislang nur Wolfgang Simon im mittleren Paarkreuz mit einer Bilanz von 12:5 Siegen.

Besser sieht es eine Etage tiefer aus: Aufsteiger TTC Kreimbach-Kaulbach darf sich durchaus als Überraschungsteam der Zweiten Pfalzliga West betiteln. Angeführt von Niklas Keil, der mit 15:7 Siegen eine hervorragende erste Saisonhälfte hingelegt hat, rangiert der TTC auf Platz fünf. Ein großer Erfolg war das Remis gegen Vorjahres-Vizemeister SV Weselberg. Gewonnen hat Kreimbach-Kaulbach außerdem gegen die Teams, gegen die man gewinnen muss, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben: gegen die Mitaufsteiger 1. TTC Pirmasens II, Steinalben und gegen das abgeschlagene Schlusslicht TTC Gersbach. Gegen Klassenprimus Riedelberg und zum Auftakt gegen Ruhbank gab’s zwar Klatschen, mit fünf Siegen, zwei Remis und vier Niederlagen hat sich Kreimbach-Kaulbach aber schon ein dickes Polster zum Tabellenende geschaffen.

Zittern ist beim TTC Brücken zumindest bei den Frauen nicht angesagt. Eine solide Vorrunde mit 9:9 Zählern und der sechste Platz sind ein sanftes Ruhekissen. Hinzu kommt, dass Ixheim wegen mehrfachen Nichtantretens aus der Wertung genommen wurde und die dritte Garde des TTC Winnweiler bereits abgemeldet hatte. In den Vorjahren waren wegen den dünn besetzten Damen-Bezirksligen ohnehin kaum Teams abgestiegen.

Der TTC rotiert immer mal wieder, lässt auch die Jüngsten zum Einsatz kommen. Simone Höh, Sandra Otto, Susanne Schwab und Spielführerin Carmen Marx-Becker spielten allesamt eine positive Bilanz. Die Rückrunde werden die Brücker Damen daher in aller Entspannung angehen können.

Sogar noch im Aufstiegsrennen befindet sich der TTC Sand. Klassenprimus TTC Winnweiler ist zwar enteilt, dahinter aber gibt es ein dichtes Gedränge von Teams, die um den Relegationsrang kämpfen. Sand steht dort in Konkurrenz zu TTC Höhfröschen und BTTF Zweibrücken. Das Trio trennt nur einen Zähler. Der Viertplatzierte aus Sand hat 12:6 Punkte aufzuweisen und kann es angeführt von Birgit Diehl und Miriam Zeyer, die beide eine herausragende Vorrundenbilanz spielten, schaffen aufzusteigen. Wären da nicht zum Vorrundenausklang die Niederlagen gegen die BTTF und die TSG Kaiserslautern III gewesen, Sand hätte eine noch weitaus komfortablere Position im Aufstiegskampf einnehmen können.

Drei gewonnene Spiele, zwei Unentschieden und vier Niederlagen, das konnte vom TTC Altenglan auch vor der Saison erwartet werden. Wegen der zwei feststehenden Absteiger kann sich der TTC in Sicherheit wiegen und ebenfalls locker in die Rückserie gehen. Zudem dürfte Altenglan die beiden als wesentlich schwächer einzuschätzenden Mannschaften aus Dahn und Alsenbrück-Langmeil hinter sich lassen. Der Tabellenneunte, der nach der Vorrunde 8:10 Zähler aufweisen kann, hat außerdem bewiesen, dass er auch gegen die Spitzenteams der Zweiten Pfalzliga punkten kann: Selbst gegen die Aufstiegsaspiranten aus Zweibrücken und Höhfröschen rang man jeweils ein 7:7 ab. Die Akteure in den Reihen des Tabellensiebten weisen allesamt eine fast ausgeglichene oder leicht positive Bilanz auf.

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