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Montag, 14. Januar 2019 Drucken

Kusel

Kusel: RHEINPFALZ-Sprechstunde genießt ungebrochen Resonanz

Von Barbara Scheifele

Wolfgang Fischer (rechts) und Peter von Flotow machen im Februar den Auftakt unserer Sprechstunden im Jahr 2019.

Wolfgang Fischer (rechts) und Peter von Flotow machen im Februar den Auftakt unserer Sprechstunden im Jahr 2019. ( Foto: Sayer)

RHEINPFALZ-Sprechstunde heißt es seit fast genau acht Jahren sechsmal im Jahr bei der Westricher Rundschau. In jedem geraden Monat – in der Regel am ersten Mittwoch – sitzt ein Arzt in der Redaktion am Telefon und beantwortet Leserfragen.

Meist sind es Ärzte des Westpfalz-Klinikums, Standort Kusel, regelmäßig sind aber auch niedergelassene Ärzte dabei, die Belegbetten im Krankenhaus haben – Urologen oder Hals-Nasen-Ohrenärzte zumeist. Manchmal gibt es aber auch Ausnahmen, so wurde im vergangenen Jahr aus Anlass des Herzmonats ein Termin mit dem Kardiologen Oliver Kusch dazwischengeschoben.

Vorbericht am Montag

Es ist schon ein festes Ritual: In jedem Jahr gibt es Anfang Januar ein Gespräch mit Wolfgang Fischer, dem Ärztlichen Direktor am Westpfalz-Klinikum in Kusel, um die Termine abzustimmen. Das klappt meist reibungslos, denn die Chefärzte der einzelnen Abteilungen kennen das Prozedere bereits. Termine werden hin- und hergeschoben, auf Ferien wird Rücksicht genommen, Themen werden vorgeschlagen, die sich beispielsweise an neuen Entwicklungen orientieren. Oder es gibt kein gar vorgegebenes Thema, weil beispielsweise bei einer Sprechstunde mit Wolfram Käfer, dem Chef der Wirbelsäulenchirurgie, eh alle anrufen, die Probleme mit Rücken et cetera haben.

Am Montag vor jeder Sprechstunde erscheint ein ausführlicher Vorbericht mit Infos zur Krankheit, die im Mittelpunkt steht, aber auch zu neuen Erkenntnissen und Behandlungsmethoden. Auch am Tag der Sprechstunde wird diese nochmals angekündigt. Anderthalb Stunden sitzen die Ärzte dann im Besprechungszimmer am Telefon, oft klingelt es schon vor der vereinbarten Zeit: 11 bis 12.30 Uhr. Und mancher hat sich schon beschwert, dass er nicht durchgekommen ist. Dass wenige oder gar niemand anruft, kommt so gut wie nie vor. Doch natürlich gibt es je nacht Thema Unterschiede bei der Resonanz. Beispielsweise, weil viele Leute Probleme mit den Knien oder dem Rücken haben, sich aber nur wenige mit dem Thema Organspende auseinandersetzen wollen.

Anonymität ist selbstverständlich

Sorge, dass seine Beschwerden oder sein persönlicher Fall in die Zeitung kommen, braucht niemand zu haben, denn die Beratung ist selbstverständlich anonym – auch wenn schon Ärzte sich Namen und Daten geben ließen, um im Klinikum dann Patientenakten nachzuschlagen oder eine dringende Behandlung in die Wege zu leiten.

Dass das Interesse an den Sprechstunden grundsätzlich nachlässt, konnten wir in den acht Jahren noch nicht beobachten, auch wenn manches Thema schon mehrfach aufgetaucht ist. Auch für dieses Jahr sind die Termine schon festgelegt. Los geht es wie immer im Februar, den Beginn macht, wie fast immer, Wolfgang Fischer, Chefarzt der Chirurgie, diesmal gemeinsam mit seinem Kollegen von der Angiologie, Peter von Flotow, die sich beide den Gefäßen widmen.

Außerdem ist ein Versuch geplant: Wir wollen erstmals eine Sprechstunde für Haustierbesitzer anbieten. Nur den Tierarzt suchen wir noch ...

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