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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Kusel

Kusel: Kreissparkasse steigert Gewinn

Von Wolfgang Pfeiffer

Die Kreissparkasse hat im vergangen Jahr ihren 140. Geburtstag gefeiert. Nach der gescheiterten Fusion werden noch ein paar Jährchen in Eigenständigkeit dazu kommen. Man habe sich, sagte Vorstandsvorsitzender Helmut Käfer, die ganzen Jahre auch darum bemüht, sich sowohl für eine fortgesetzte Selbstständigkeit zu rüsten, als auch gute Voraussetzungen für eine eventuelle Fusion zu schaffen.

Die Kreissparkasse hat im vergangen Jahr ihren 140. Geburtstag gefeiert. Nach der gescheiterten Fusion werden noch ein paar Jährchen in Eigenständigkeit dazu kommen. Man habe sich, sagte Vorstandsvorsitzender Helmut Käfer, die ganzen Jahre auch darum bemüht, sich sowohl für eine fortgesetzte Selbstständigkeit zu rüsten, als auch gute Voraussetzungen für eine eventuelle Fusion zu schaffen. ( Foto: m. hoffmann)

Bilanzsumme stabil, Kreditgeschäft stabil, weiterhin sinkender Zinsgewinn und eine geringere Mitarbeiterzahl, aber ein gestiegenes Betriebsergebnis. Das sind die Eckdaten der vorläufigen Bilanz 2018, die die Kreissparkasse am Mittwoch vorgelegt hat. Die Musikschule Kuseler Musikantenland muss sich derweil auf eine um 50.000 auf 250.000 Euro gesunkene Zuwendung einstellen.

Vorstandsvorsitzender Helmut Käfer und sein Vorstandskollege Stefan Eckert zeigten sich am Mittwochnachmittag sehr zufrieden mit dem Ergebnis, weil sich ihr Institut gegen den Trend entwickelt und das Betriebsergebnis um 900.000 auf 11,6 Millionen Euro gesteigert hat, obwohl durch die Niedrigzinsphase die Marge hier immer kleiner wird. Ausschlaggebend war aber im wesentlichen, dass die Kreissparkasse weniger ausgegeben hat – sowohl für Personal als auch für Sachkosten jeweils eine halbe Million weniger. „Das war aber das letzte Jahr, in dem wir das so haben kompensieren können“, betonte Käfer. Das Institut habe jetzt die Mitarbeiterzahl, mit der es auch künftig „am Markt unterwegs sein muss“.

Dringliches Thema: Personalentwicklung

Da auch bei der Kreissparkasse Kusel die demografische Entwicklung immer stärker zuschlägt, folglich in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, sei die Personalentwicklung ein vordringliches Thema. Hier sei Kusel in Zusammenarbeit mit dem Sparkassenverband ein Vorreiter, ein Modellprojekt. Es gehe nicht nur darum, wie man Nachwuchs gewinne, sondern es müsse vor allem gesichert werden, dass jüngere Mitarbeiter nahtlos übernehmen, wenn ältere Kollegen in den Ruhestand gingen. Hier seien umfassende Weiterbildungs- und Trainingsprogramme bereits installiert, hier werde viel Geld investiert. Erstmals habe die Kreissparkasse sogar eine Auszubildende in Teilzeit, um schon in der Lehre die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Online-Filiale wird angenommen

Immer stärker engagiert ist die Kreissparkasse Kusel bei neuen Vertriebskanälen, die durch die Digitalisierung eröffnet werden. Laut Vorstandvertreter Sebastian Lebek ist beispielsweise die Besucherzahl in der Online-Filiale im vergangenen Jahr um 40 Prozent gestiegen. Das Kundenservicecenter, das Anrufe und WhatsApp-Nachrichten entgegennimmt und zum Teil sogar für Video- und Textchats zur Verfügung steht, habe im vergangenen Jahr 77.000 Anfragen registriert, von denen 67.000 sofort hätten erledigt werden können. Um an jüngere Zielgruppen heranzukommen, ist die Kreissparkasse Kusel inzwischen in Onlinedienste für Girokonten und Wertpapieranlagen eingestiegen, die von der gesamten Sparkassen-Gruppe angeboten werden. „Wir können und wollen Youngstern, die erst vor zwei Jahren in das Online-Bankgeschäft eingestiegen sind, nicht den Markt überlassen.“

Einstellen müssen sich Begünstigte auf sinkende Spenden- und Sponsoringleistungen der Kreissparkasse. Am deutlichsten trifft es die Kreismusikschule, die künftig nur noch mit 250.000 statt mit 300.000 Euro gefördert wird. Insgesamt fließen aber 2019 immer noch 658.000 Euro in diesen Bereich.

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