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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Kusel

Kusel: Dekan geht in Ruhestand

Rudolf Schlenkrich ist ab Oktober weg – Pfarrstelle wird ausgeschrieben

Von Susanne Cahn

Dekan Rudolf Schlenkrich

Dekan Rudolf Schlenkrich ( Foto: sayer)

Der Kuseler katholische Dekan Rudolf Schlenkrich wechselt zum 1. Oktober in den Ruhestand. Im September erreicht der Pfarrer die übliche Altersgrenze von 70 Jahren. Die Pfarrstelle wird nach Auskunft des Bistums neu ausgeschrieben. Zudem wird die Wahl eines neuen Dekans notwendig.

Über den Termin der Dekanswahl entscheidet das Dekanat nach Angaben der Pressestelle in Speyer selbst. Die Dekanswahl könne möglicherweise zusammen mit den Pfarrgremienwahlen am 16. und 17. November stattfinden, stellte Schlenkrich in Aussicht. Dabei bestimmen die wahlberechtigten Katholiken die Mitglieder der Pfarreiräte, Verwaltungsräte und Gemeindeausschüsse. Das Dekanat Kusel zählt laut der jüngsten Bistums-Statistik (Ende 2017) insgesamt 14.826 Katholiken in den Pfarreien Kübelberg, Kusel und Lauterecken.

Kfz-Mechaniker, Elektroniker und mehr

Rudolf Schlenkrich wurde in Bad Homburg vor den Toren Frankfurts im Taunus geboren. Sein beruflicher Weg führte nicht direkt an den Altar, sondern zunächst in die Werkstatt. Nach der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker folgte eine Weiterbildung zum Elektroniker. Anschließend baute Schlenkrich bei der Firma Fresenius die Endkontrolle für Dialysegeräte mit auf. Weitere Station war die Firma Engström, wo er mit Langzeit-Beatmungsgeräten für schwere Lungeninsuffizienzen zu tun hatte. Diese Tätigkeiten haben ihn stark mit dem Thema Tod konfrontiert, berichtet Schlenkrich im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Er meint: „Der Tod ist nicht das absolute Ende.“ Die Arbeit in der Medizintechnik sei der Auslöser gewesen, sich der Theologie zuzuwenden, berichtet der Pfarrer.

1980 nahm Schlenkrich am Studienseminar Lantershofen bei Bonn im Erzbistum Köln sein Studium auf. Die Priesterweihe erfolgte 1986 im Bistum Speyer. Anschließend war er Kaplan in Frankenthal, ein Jahr später wurde er zum Administrator von Ottersheim und Zell berufen. Am Donnersberg war er auch zeitweilig als Frauenseelsorger tätig. 1991 kehrte Schlenkrich nach Frankenthal zurück. Nach dem Tod des Kuseler Pfarrers Alois Hemmerling im Jahr 2002 wechselte Schlenkrich in die Westpfalz. Am 1. Januar 2003 erfolgte die erste Wahl zum Dekan. Seit Januar 2016 ist er Pfarrer der neu gegründeten Pfarrei Hl. Remigius in Kusel.

Gerne weiterhin bei Seelsorge

Gegenüber der RHEINPFALZ kündigte Schlenkrich an, seinen Ruhestand gerne im Bereich des Bistums Speyer verleben zu wollen. Wo genau er hinziehe, sei noch nicht klar. Er wolle auch weiterhin gerne in der Seelsorge mitarbeiten, sagte der Theologe.


 

Info

Der Kübelberger Pfarrer und Prodekan Stefan Czepl ist nach Angaben der Bistums-Pressestelle weiterhin arbeitsunfähig. Er habe nach seiner schweren Erkrankung im Frühjahr zwar schon deutliche Fortschritte gemacht, „an einen Einsatz ist derzeit aber noch nicht zu denken“, teilte die Pressestelle in Speyer auf Anfrage mit.

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