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Mittwoch, 25. März 2020 - 20:06 Uhr Drucken

Kusel-Ticker

Kreis bereitet Ersatzkrankenhaus und Fieberambulanz vor – Corona-Ambulanz geplant

Ein Ersatzkrankenhaus soll das Westpfalz-Klinikum entlasten, falls es ganz schlimm kommt.

Ein Ersatzkrankenhaus soll das Westpfalz-Klinikum entlasten, falls es ganz schlimm kommt. (Foto: Sayer)

Es wird Ernst. Die Kreisverwaltung trifft Vorbereitungen für die Einrichtung eines Ersatzkrankenhauses für den Fall, dass die Kapazitäten im Westpfalz-Klinikum Kusel nicht für die Behandlung von Corona-Kranken ausreichen sollten. Jetzt wird ein Standort gesucht. Vor allem aber braucht es Freiwillige.

Die Technische Einsatzleitung (TEL) des Landkreises hat am Mittwochabend dazu aufgerufen, dass sich dringend Freiwillige bei ihr melden sollen, die einen medizinischen Hintergrund haben – unabhängig davon, ob sie noch aktiv sind oder nicht. Sie sollen sich unter der E-Mail-Adresse freiwilligenhelfer@iuk-kusel.de melden.

Nach RHEINPFALZ-Informationen war zunächst der Windhof als Standort im Gespräch. Doch das Land will die neue Sporthalle nicht freigeben, weil diese möglicherweise irgendwann gebraucht werde, um infizierte Asylbegehrende zu separieren.

Nun sucht der Kreis nach einer oder mehreren geeigneten Sporthallen. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Die TEL will sich um die Infrastruktur von mindestens 70 bis 80 Betten bemühen, um für einen Notfall gerüstet zu sein. Je nach Lage soll diese Zahl auch größer werden.

Landrat Otto Rubly betonte am Mittwochabend gegenüber der RHEINPFALZ, es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Kreis wolle vorbeugen, akute Nöte gebe es nicht.

Rubly kündigte zugleich an, ab Montag werde es eine Fieberambulanz in Kusel geben, bei der künftig die Proben von Verdachtsfällen entnommen werden. Bislang geschah das im Gesundheitsamt. Standort soll voraussichtlich am Haus der Jugend sein. Außerdem ist eine Corona-Ambulanz im Gespräch, wo Verdachtsfälle von niedergelassenen Ärzten behandelt werden. Wann und wo die kommt, sei aber Sache der Kassenärztlichen Vereinigung, sagte Rubly.

Neue Zahlen zu Testergebnissen gab es auch am Mittwochabend keine, womit sich Rubly sehr unzufrieden zeigte. Es stehen noch immer die Ergebnisse von rund 60 Tests aus, die zum Teil schon am Sonntag gemacht wurden.

|wop