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Donnerstag, 03. Januar 2019 Drucken

Kusel: Lokalsport

Konkurrenz einig: „Bepa“ macht’s

Zwischenbilanz (2): In der C-Klasse Nord/Süd hält SG Kübelberg/Sand mit Favorit und Spitzenreiter Schritt

Von Christian Hamm

Luca Trautmann fix im Sprint, Denis Kunstmann am Boden: Diese Szene war nicht gerade symptomatisch, hat doch der TuS Dunzweiler (blaue Trikots) der SG Kübelberg/Sand im Südkreis-Derby ein Remis abgerungen. Die beiden Punkte fehlen dem Verfolger, der zur Winterpause auf Platz drei der C-Klasse Nord/Süd liegt.

Luca Trautmann fix im Sprint, Denis Kunstmann am Boden: Diese Szene war nicht gerade symptomatisch, hat doch der TuS Dunzweiler (blaue Trikots) der SG Kübelberg/Sand im Südkreis-Derby ein Remis abgerungen. Die beiden Punkte fehlen dem Verfolger, der zur Winterpause auf Platz drei der C-Klasse Nord/Süd liegt. ( Foto: Hamm)

«BEDESBACH.» Klar vergeben ist die Favoritenbürde, auch an der Roten Laterne wird keiner mehr rütteln. Nurmehr um Aufstiegsplatz zwei dürfte es noch einiges Gerangel geben: In der C-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord/Süd sind zur Winterpause die Rollen schon weitestgehend verteilt. Immerhin hält die SG Kübelberg/Sand noch einigermaßen wacker mit dem Meisterkandidaten TuS Bedesbach-Patersbach II Schritt. Die zu Rundenbeginn neu zusammengeschusterte Liga ist in Windeseile zu einer Mehr-Klassen-Gesellschaft mutiert.

Fest umklammern die wackeren US-Boys besagte Rote Laterne. Genau 100-mal hat’s im Laufe der 17 Vorrunden-Begegnungen im Kasten der Soccer-Europe-Truppe eingeschlagen. Was nur motiviert die sportlich in Schwedelbach heimischen Soccer-Boys, immer wieder aufs Neue aufs Feld zu laufen, wohlwissend, dass es nur wieder eine Klatsche setzen wird? Hut ab, auch wenn dies wettbewerbstechnisch sicherlich keine Ideallösung ist.

Weniger mit Blick auf den Wettbewerb als vielmehr auf die Belastung der Protagonisten zielend, lässt sich an der neu formierten Liga C nichts Gutes finden. Da müssen nun Dunzweilerer Kicker nach Grumbach reisen, Hefersweilerer Richtung Schönenberg-Kübelberg fahren. Zeit- und treibstoffzehrende Ganztagesausflüge – da ist wahrlich Anlass zur Klage. Wenngleich: Wie hätte eine bessere Lösung aussehen sollen?

Aus sportlicher Sicht scheint die Titelfrage vorab schon geklärt. Alle, aber auch wirklich alle Trainer haben bei Gesprächen mit der RHEINPFALZ die zweite Garnitur des Bezirksligisten TuS Bedesbach-Patersbach als kommenden Titelträger bezeichnet. Spannung verheißt noch, wem hinter den bis dato aber nur mit drei Zählern – allerdings bei einer Partie im Hintertreffen – Vorsprung vorneweg eilenden „Bepas“ der Sprung nach oben gelingen mag. Die besten Karten hält die SpVgg Schrollbach, einziger „Bepa“-Bezwinger bislang. Knapp dahinter folgt die SG „Sandkübel“, die keinerlei Hehl aus ihren Aufstiegsambitionen macht. Da hatte der neue Spielertrainer Dennis Göddel eine klare Ansage gemacht. Und TuS-Trainer Marcel Rietz übt sich ebenfalls nicht in Tiefstapelei, wenn es ums B-Klasse-Ticket geht: „Wir wollen hoch.“ Im Mai hatten die „Bepas“ den Aufstieg noch denkbar knapp verpasst.

Hinter dem SGV Elschbach auf Rang sieben klafft eine Riesenlücke von zehn Zählern, die bei einer Tabellenbegradigung zum Auftakt am 24. Februar auf 13 anwachsen könnte. Spitzengruppe, Verfolgerfeld, dann Mittelfeld, mehrere Kellerkinder und die US-Boys, die wohl keinen einzigen Punkt werden feiern können – die Mehr-Klassen-Gesellschaft präsentiert sich sportlich herzlich unausgeglichen. Das Gefälle und die Distanzen sowie das Plus an Spieltagen – das 16-er Feld beschert satte 30 Partien statt bislang 26 – lassen die aktuelle Saison nicht eben zum reinen Vergnügen geraten. Dazu kommt noch ein Faktor: Alle Trainer haben konstatieren müssen, dass sich die Klasse insgesamt merklich stärker präsentiert als die C Nord und die C Süd in ihrer vorherigen Form.

Beim SV Kaulbach-Kreimbach kehren seit kurzem neue Besen: Der bis dato einzige – aus rein sportlichen Gründen vollzogene – Trainerwechsel hat Früchte getragen. Bei den „Kaulis“ geht es aufwärts. Positiv überrascht hat bislang der TuS Gries: Die Mannschaft von Eckhard Groß spielt eine sehr gute Rolle. Nicht recht in Tritt gekommen sind indes Absteiger TV Grumbach, die Herrmannsberg-Truppe der SpVgg Welchweiler und die SpVgg Theisbergstegen, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.

Nach furiosem Start schwächelte auch die SG Pfeffelbach/Herchweiler zuletzt merklich. Ihr war prophezeit worden, ein wichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitzureden. Das Thema scheint nach dem Abgang von Trainer und Top-Torjäger Leutrim Kadrija allerdings zumindest vorerst vom Tisch zu sein.

Die Tabelle

1. TuS Bedesbach-Patersbach II 16 Spiele/

43 Punkte

2. SpVgg Schrollbach 17/41

3. SG Kübelberg/Sand 17/40

4. TuS Dunzweiler 17/37

5. TuS Gries 16/35

6. SG Pfeffelbach/Herchweiler 17/35

7. SGV Elschbach 16/32

8. SG Odenbach/Ginsweiler/Cron. 17/22

9. SV Hefersweiler 18/22

10. SpVgg Theisbergstegen 15/19

11. TV Grumbach 18/17

12. SV Kaulbach-Kreimbach 17/15

13. SpVgg Welchweiler 17/11

14. 1. FC Mittelbrunn 15/10

15. SG Rehweiler-Matz./Steinbach 17/8

16. US Youth Soccer Europe (9er) 16/0

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