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Donnerstag, 19. Juli 2018

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Montag, 16. April 2018 - 16:07 Uhr Drucken

Kusel-Ticker

Wolfstein: Klatsche vor Arbeitsgericht für KOB

Michael Gottschalk (vorne) und der inzwischen unter merkwürdigen Umständen ausgeschiedene Geschäftsführer Philipp Stradtmann. Foto: Sayer

Michael Gottschalk (vorne) und der inzwischen unter merkwürdigen Umständen ausgeschiedene Geschäftsführer Philipp Stradtmann. Foto: Sayer

Die Firma KOB mit Sitz in Wolfstein muss ihren langjährigen Finanzchef Michael Gottschalk weiterbeschäftigen. Das Arbeitsgericht in Kaiserslautern hat am Montagmittag einer ganzen Reihe von Klagen Gottschalks gegen ordentliche und fristlose Kündigungen durch den größten privaten Arbeitgeber im Landkreis Kusel stattgegeben. Gottschalk war erstmals am 27. September 2017 gekündigt worden. Er ist seit einigen Monaten bis auf Widerruf freigestellt von seiner Tätigkeit.

Kein Vergleich bei 350.000 Euro



Beide Parteien konnten sich am Montag im inzwischen vierten Aufeinandertreffen vor Gericht nicht auf eine (Geld-)Lösung verständigen, auf deren Basis die Trennung hätte einvernehmlich vonstatten gehen können. Gottschalk lehnte über seinen Anwalt einen Vergleichsvorschlag des Gerichts auf Zahlung von 350.000 Euro ab. Zuvor hatte schon die KOB-Anwältin mitgeteilt, eine solche Summe liege weit über ihrem Verhandlungsspielraum. KOB, tatsächlich aber der Heidenheimer Mutterkonzern Hartmann, hatte dem Vernehmen nach zuletzt unter 200.000 Euro Abfindung angeboten.

Kündigungsgründe für Gericht nicht stichhaltig


In der Folge verwarf das Arbeitsgericht alle Kündigungen als unwirksam und lehnte auch die von KOB gestellten Auflösungsanträge ab. Zudem sprach es Gottschalk eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 48.198 Euro für das Geschäftsjahr 2017 zu. Die von KOB angeführten Kündigungsgründe seien nicht stichhaltig, urteilte das Gericht.

Doch noch Einigung oder die zweite Instanz



KOB muss Gottschalk nach diesem Urteil in seiner bisherigen Funktion und zum bisherigen Gehalt von 13.000 Euro monatlich weiterbeschäftigen. Alternativ kann KOB vor das Landesarbeitsgericht ziehen oder sich doch noch finanziell mit seinem leitenden Angestellten einigen. |wop

 

 

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