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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Landkreis Kusel

Die Freibadsaison kann kommen

Lauterecken: Werksausschuss will Eintrittspreise der Schwimmbäder nicht erhöhen und Öffnungszeiten belassen

Von Sabrina Schreiner

Wird nicht teurer: der Eintritt ins Rüllbergbad. Auch für das Wolfsteiner Freibad müssen die Besucher in diesem Jahr nicht mehr zahlen und die Öffnungszeiten bleiben gleich.

Wird nicht teurer: der Eintritt ins Rüllbergbad. Auch für das Wolfsteiner Freibad müssen die Besucher in diesem Jahr nicht mehr zahlen und die Öffnungszeiten bleiben gleich. ( Foto: Sayer)

Der Werksausschuss der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein hat beschlossen, dass die Öffnungszeiten und voraussichtlich auch die Eintrittspreise für die beiden Freibäder unverändert Bestand haben. Ein Personalbedarfsgutachten zeigte, dass die Werke unterbesetzt sind. Kurzfristig wird eine Stelle geschaffen, langfristig vier.

Der Werksausschuss hat einstimmig beschlossen, dass die Öffnungszeiten der beiden Schwimmbäder gleich bleiben sollen: täglich bis 20 Uhr, ab 1. September bis 19 Uhr. Geöffnet werden die Bäder um 10 Uhr, montags das Freibad Königsberg und dienstags das Rüllbergbad erst ab 13 Uhr. Die Öffnungszeiten sind abhängig vom Personal und Höchstarbeitszeiten. Es sei ein guter Kompromiss gefunden worden, erklärte der kaufmännische Werkleiter Hans-Ludwig Altes. Dabei sei man schon recht flexibel, denn wenn das Wetter mitspiele, könne auch länger geöffnet sein. Prinzipiell versuche man, jedem gerecht zu werden. So könnten beispielsweise Schulen oder Vereine in Absprache schon vor der offiziellen Öffnung ins Bad. Bürgermeister Andreas Müller riet, Altes bei Wünschen anzusprechen, denn: „Unmögliches wird teilweise möglich.“

Müller erklärte, dass auch die Preise, die dem VG-Rat vom Ausschuss vorgeschlagen werden, nicht geändert werden sollen und im „moderaten Bereich“ seien. Sofern der VG-Rat zustimmt, bleibt die Nutzung für Kinder unter sechs Jahren frei, der Eintritt für Erwachsene kostet 3,50 Euro (Jahreskarte: 55 Euro, Dutzendkarte 30 Euro), Kinder und Jugendliche zahlen zwei Euro (Jahreskarte 35 Euro, Dutzendkarte 18 Euro). Familienkarten für zwei Elternteile und Kinder unter 18 Jahren kosten 95 Euro, ein Elternteil mit Kindern zahlt 65 Euro.

Seit Jahren sind die Werke „massiv unterbesetzt“, wie nun auch ein Personalbedarfsgutachten zeigte, welches Altes kurz vorstellte. Noch im Januar soll eine erste Stelle ausgeschrieben werden. Langfristig sollen vier neue Stellen geschaffen werden. Genaue Zeiträume konnte Müller noch nicht nennen. Lob vom Ausschuss gab es dafür, dass die Werke trotz dieser Situation gute Arbeit geleistet haben. Es herrschte Einigkeit, dass man die Mitarbeiter nicht überlasten sollte, und Werksleiter Fred Wolf führte aus, dass es sich irgendwann kostenintensiv rächen könnte, wenn beispielsweise die Anlagen nicht so gut gepflegt würden. Auch der Bürgermeister befand, dass es kontraproduktiv sein könne, immer nur zu sparen.

Auf Hans-Walter Kallweits Nachfrage, ob es sinnvoll sei, Arbeiten an externe Firmen zu vergeben, erklärte Wolf, dass Externe nicht zwingend günstiger seien und das Problem bestehe, überhaupt jemanden zu finden. Dies sei aber wohl nötig, da spätestens 2021 mehr als 1900 Wasseruhren gewechselt werden müssten.

„Auch wir haben jetzt mal eine Ausschreibung in den Sand gesetzt“, erklärte Werkleiter Wolf. Es geht um den geplanten Kanalanschluss des Wolfsteiner Schwanenhofes. Die Angebotssumme sollte 72.000 Euro nicht überschreiten, die Schätzung des Ingenieurbüros belief sich auf 65.000 Euro, doch die drei vorliegenden Angebote lagen zwischen knapp 100.000 und 170.000 Euro. Per einstimmigem Beschluss wird die Ausschreibung aufgehoben, da die Kosten um 52 Prozent überschritten worden wären. In einer beschränkten Ausschreibung sollen die drei Firmen ein Angebot für die kostengünstigere Alternative machen, das sich dann hoffentlich im geplanten Kostenrahmen befindet. Die Anlieger zahlen einen Pauschalbetrag, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) hat einen Zuschuss in Höhe von rund 10.000 Euro in Aussicht gestellt.

Der Bürgermeister wies abschließen noch darauf hin, dass die Verbandsgemeindeumlage nicht erhöht werden solle. Entsprechende Befürchtungen waren laut geworden. „Wir wollen das gar nicht, sondern den Orten Luft lassen“, erklärte er.

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