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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Landkreis Kusel

Betonhäuschen: Bundespolizei sieht Verwendungsweck

Die 84 Betonhäuschen auf dem Flugplatzgelände sind bald Geschichte. Die Bundespolizei hat angekündigt, die sogenannten Shelter abzubauen und nach Bad Düben in Sachsen zu bringen. Wann das geschehen soll, ließ ein Sprecher der Bundespolizei offen.

«ZWEIBRÜCKEN.» In der sächsischen Stadt sollen die Shelter als Bereitschafts-, Lehr- und Lagerräume der Bundespolizei genutzt werden. Einem Sprecher zufolge könnten diese auch fürs polizeiliche Training eingesetzt werden. Zuvor müssen die 84 Häuschen auf dem Flugplatzgelände erst einmal abgebaut werden. Wann das passieren soll, ließ die Bundespolizei offen. Sicher ist, dass der Bund nach dem Abbau der Häuser das Gelände wieder herrichten und die Kosten übernehmen muss. Wie viel Geld dafür aufgebracht wird, teilte der Bundespolizei-Sprecher nicht mit. Im Mai vergangenen Jahres hatte die Bundespolizei die 84 Beton-Doppelhäuschen vom Land Rheinland-Pfalz übernommen (wir berichteten).

Das Land hatte die Shelter auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise bauen lassen. Die Flüchtlinge waren ab Oktober 2015 zunächst in der Abflughalle des ehemaligen Flughafens untergebracht. Diese musste allerdings geräumt werden, weil das Luftfahrtbundesamt die Notunterkunft lediglich für drei Monate gestattet hatte. Als Ersatz wurden die Betonhäuschen gebaut.

Als das Flüchtlingsdorf – Kosten 2,3 Millionen Euro – fertig war, war der Flüchtlingsstrom bereits zurückgegangen, und die Häuschen wurden kaum noch benötigt. Nur für kurze Zeit lebten in den Unterkünften einige hundert Flüchtlinge, ehe die Menschen auf die Kommunen verteilt wurden. Seit Juli 2016 standen die Betonhäuschen dann leer, da das Land lange Zeit keinen Käufer fand. |hlr

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