Dahner Felsenland
Wie sich der Feuerwehr-Fuhrpark im Dahner Felsenland verändert
Der neue Kommandowagen Feuerwehr der VG Dahner Felsenland soll vor allem zur Waldbranderkundung dienen. Er unterstützt die Wehrleitung bei Einsatzführung und Lageerkundung. Das bisherige Fahrzeug aus dem Jahr 2000 ist technisch in schlechtem Zustand und nicht mehr einsatzfähig, hieß es im Rat. Die Finanzierung erfolgt über das Regionale Zukunftsprogramm; Fördermittel von fast 100.000 Euro sind bewilligt. Eine zusätzliche Förderung durch das Land ist nicht möglich, da die seit dem Jahr 2025 geltende Pauschalförderung eine Doppelförderung ausschließt. Der Verbandsgemeinderat stimmte der Anschaffung einstimmig zu. Um das Vergabeverfahren wirtschaftlich und fachgerecht umzusetzen, ist eine gemeinsame Ausschreibung mit zwei weiteren Verbandsgemeinden aus der Region vorgesehen.
Nicht direkt beschlussfähig
Die Sitzung des Verbandsgemeinderats am Vorabend des 1. Mai begann mit rund 20 Minuten Verzögerung: Erst dann war die Beschlussfähigkeit gegeben, weil 16 von 30 Ratsmitgliedern da waren. Zuhörer aus mehreren Feuerwehreinheiten verfolgten die Sitzung, die der Erste Beigeordnete Ansgar Uelhoff in Vertretung von Bürgermeister Holger Zwick leitete.
Das bei der Einheit Schindhard eingesetzte Löschfahrzeug aus dem Jahr 1994 zeigt deutliche Abnutzungserscheinungen und erfüllt die gestiegenen Anforderungen nicht mehr. Der Verbandsgemeinderat beschloss daher, ein neues Kleinlöschfahrzeug anzuschaffen. Im Haushalt sind dafür 130.000 Euro veranschlagt.
Dahner Mannschaftstransportwagen wird teurer
Seit dem Jahr 2025 fördert das Land Rheinland-Pfalz Feuerwehrfahrzeuge ausschließlich pauschal; projektbezogene Anträge beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz entfallen. Für Vorbereitung und Durchführung des Vergabeverfahrens bildet die Verwaltung einen Arbeitskreis. Dieser erarbeitet das Leistungsverzeichnis, legt technische und funktionale Anforderungen fest und begleitet die Ausschreibung. Der Feuerwehrausschuss wird eingebunden.
Das Mannschaftstransportfahrzeug für die Einheit Dahn, dessen Anschaffung im Dezember beschlossen worden war, wird indes teurer als geplant. 90.000 Euro stehen im Doppelhaushalt 2025/2026 bereit. Nach der Ausschreibung liegen die Kosten bei rund 126.000 Euro. Die höhere Summe resultiert aus gestiegenen Preisen seit der ursprünglichen Kostenschätzung. Zudem wurde das Fahrzeug so ausgeschrieben, dass es neben Personen auch gelegentlich Material transportieren kann. Die Mehrkosten von knapp 36.000 Euro sollen durch Mittel aus den Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser Ludwigswinkel und Schindhard gedeckt werden, die dort nicht vollständig benötigt werden.
Regelmäßig überörtlich eingebunden
Der Rat stimmte den Mehrkosten zu und vergab den Auftrag. In Abstimmung mit Wehrleiter Jürgen Germann wurde das Angebot optimiert: Einzelne Ausstattungspositionen wurden gestrichen, ohne die Einsatzfähigkeit wesentlich zu beeinträchtigen. Das brachte Einsparungen von rund 10.000 Euro. Auch der Wechsel des Fahrzeugherstellers senkte die Kosten.
Die Einheit erfüllt innerhalb der Verbandsgemeinde die Funktion einer Stützpunktfeuerwehr. Damit gehen besondere Anforderungen einher, die über eine reguläre örtliche Einheit hinausgehen. Sie ist regelmäßig in überörtliche Einsätze eingebunden, unterstützt umliegende Ortswehren und stellt bei größeren Schadenslagen zusätzliches Personal.