Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Wie ein Pfälzer Dorf verhindern will, dass es langweilig wird

Zu den Ideen zählen regelmäßige Sternennacht-Partys im Freibad mit Musik und Kulinarischem. Das Foto entstand beim Mondscheinsch
Zu den Ideen zählen regelmäßige Sternennacht-Partys im Freibad mit Musik und Kulinarischem. Das Foto entstand beim Mondscheinschwimmen im Jahr 2017.

Sieben Leute aus den drei Rats-Parteien sollen Ideen aufarbeiten, um Contwig fit für die Zukunft zu machen. Auslöser für den Zukunftsausschuss ist die „Marke Contwig“.

Im Januar hat eine Arbeitsgruppe dem Gemeinderat Ideen präsentiert, um Contwig fit für die Zukunft zu machen. Aus dieser Idee ist nun ein eigener Ausschuss entstanden. Dessen Name: „Zukunftsausschuss“. Sieben Mitglieder der drei Gemeinderatsparteien – CDU (vier), SPD (zwei) und FDP (einer) – machen mit.

„Contwig ist ein schöner Ort. Wichtig ist, dass ein so schöner Ort nicht stehen bleibt“, hatte Hans-Peter Ulrich (CDU) in der Januar-Sitzung des Gemeinderates gesagt. Seit Mitte 2024 traf er sich regelmäßig mit anderen Contwigern und Stambachern. Dabei seien die aktuellen Stärken und Schwächen der Gemeinde analysiert und zugleich Potenziale für eine nachhaltige Dorfgemeinschaft herausgearbeitet worden. Ulrich betonte, dass die Schwarzbachtal-Gemeinde nicht in der Zeit stehen bleiben dürfe und sich der Gemeinderat nicht ausschließlich auf das Tagesgeschäft konzentrieren solle. „Wir wollen nicht, dass Contwig endet wie Polaroid und Nokia“, zog er einen Vergleich.

Gemeinderat zeigte sich seinerzeit begeistert

Lobend erwähnte die Gruppe vor allem die gute Infrastruktur Contwigs, darunter die Nahversorgung, ortsansässige Ärzte, Schulen und Kindergärten. „Wo Licht ist, gibt es aber auch Schatten“, meinte Ulrich. Als Schwächen sieht die Gruppe unter anderem einen ausbaufähigen öffentlichen Nahverkehr, fehlende Anlaufpunkte für Jung und Alt, mangelnde Gastronomie, ein modernisierungsbedürftiges Freibad sowie die gefühlte Trennung zwischen „Ober- und Unter-Contwig“.

Der Gemeinderat zeigte sich seinerzeit von den Ideen und Meinungen der Gruppe begeistert. Angesprochen wurden etwa neue Veranstaltungsideen fürs Dorf – vielleicht eine Kofferraum-Fete auf dem Schwimmbadparkplatz und regelmäßige Sternennacht-Partys im Freibad mit Musik und Kulinarischem. Ulrich machte deutlich: „Irgendjemand muss sich darum kümmern. Bis jetzt ist nur drüber geschwätzt worden. Und wir dürfen nicht in ein ,man sollte’ und ,man könnte’ verfallen.“ Eben deshalb hat sich nun der Zukunftsausschuss gebildet.

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