Obersimten RHEINPFALZ Plus Artikel Wie der Obersimter Dorfplatz zu einem Idyll für Jung und Alt werden soll

Der Dorfplatz in Obersimten soll umgestaltet und zu einer Begegnungsstätte für alle Generationen werden.
Der Dorfplatz in Obersimten soll umgestaltet und zu einer Begegnungsstätte für alle Generationen werden.

Obersimten soll aufblühen – und das im doppelten Wortsinn. Was genau geplant ist und warum ein Ratsmitglied die Pläne abgelehnt hat.

Ratsmitglied André Jankwitz von der Wählergruppe Seebach hat das Konzept für eine Neugestaltung des Ortskerns entwickelt und in der Ratssitzung am Dienstag vorgestellt. Laut der Planung werden Büsche Sträucher, Obstbäume und Kräuter gepflanzt sowie eine Blumenwiese angelegt werden. Zusammengefasst soll der Dorfplatz zu einem Idyll mit viel Natur und hohem Erholungswert sowie zu Aufenthaltsort für Jedermann werden – vom Kindergartenkind bis zum Senior. Die Fläche am Milchhäusel und ein Grünstreifen im Bereich des Kerweplatzes werden ebenfalls aufgewertet.

Mehrere einzelne Maßnahmen sind vorgesehen: Der Brunnen wird reaktiviert, die Wegeführung so geändert, dass ein Durchgangsweg entsteht. Alte Bänke werden entfernt, ebenso Betonteile. Neue Möbel werden aufgestellt. Ein Aufenthaltsbereich für Besucher inklusive einer Picknickbank wird angelegt. Die Bepflanzung stellte Jankwitz – beruflich ist er Leiter des Garten- und Friedhofsamts der Stadt Pirmasens – ebenfalls den Ratsmitgliedern vor. Dazu gehören Obstbäume sowie ein Naschgarten für Kitakinder mit Beeren, Kräutern und Obst entlang eines Rundwegs. Gepflanzt werden zudem verschiedene Stauden mit geringem Pflegeaufwand, entstehen soll ein Lehrgarten mit üppiger Bepflanzung.

50 Meter lange Pumptrack-Anlage geplant

Für die jüngere Generation ist eine Pumptrack-Anlage von etwa 50 Metern Länge und 1,50 Meter Breite geplant. „Wir wollen die Kinder nicht in der Ortsrandlage, sondern mitten in unserem Dorf“, verdeutlichte Jankwitz. Normen Deutschmann (Wählergruppe Seebach) teilte mit, dass die Unterkonstruktion verzinkt und nicht aus wartungsintensivem Holz sein werde. Dadurch entstünden keine Folgekosten. Für den Spielplatz wird ein neues Spielgerät angeschafft.

Die Gesamtkosten stehen noch nicht fest; jedoch wird das Projekt mit 90 Prozent bezuschusst. 9000 Euro stehen der Gemeinde aus dem Fördertopf der Bundesregierung zur Verfügung. Philipp Dietz (CDU) bezweifelte, dass die Finanzierung tatsächlich bereits gesichert ist. Er lehnte das Vorhaben deshalb als einziges Ratsmitglied ab. Jankwitz zeigte sich derweil überzeugt von dem Projekt: „Eine runde Sache.“

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