Kommentar Wenn der Bürgermeister daneben greift

Alexander Frey
Alexander Frey

Das Vorhaben der FWG Leimen, den CDU-Mann Klaus Germann als Beigeordneten zu verhindern, scheiterte am fehlenden Losglück.

Da hatte der mit 26 Stimmen Vorsprung gegenüber seinem Herausforderer Klaus Germann (CDU) wiedergewählte Leimener FWG-Ortsbürgermeister Alexander Frey bei der Wahl der Beigeordneten die Rechnung ohne sein Lospech gemacht. Generös (aber wohl kalkuliert) wurde aus den FWG-Reihen ein CDU-Mann, nämlich Michael Schwarz, als erster Stellvertreter des Ortsbürgermeisters vorgeschlagen. Selbst die CDU war davon überrascht. Schwarz wurde einstimmig gewählt. Bei der Wahl zum zweiten Beigeordneten zeigte sich die CDU-Fraktion generös und schlug FWG-Mann Oliver Vogel vor. Der lehnte aber ab.

Dann kam es zum zweiten FWG-Coup, als sie CDU-Mann Michael Rösel vorschlug. Das wollte wiederum die CDU verhindern. Sie hatte bereits mit ihrem Spitzenkandidaten Klaus Germann als Erstem Beigeordneten gerechnet, dann aber ihren eigenen Mann Michael Schwarz unterstützt. Jetzt schlug sie Germann vor. Es galt also unter zwei CDU-Männern die Wahl zu treffen. Dreimal gab es ein Patt, das Los musste entscheiden. Frey, der sich Michael Rösel wegen dessen wohl großer Loyalität wieder an die Seite holen wollte, zog aber den Namen Germann. Die FWG-Rechnung ging also nicht auf. Glücksgöttin Fortuna war auf der CDU-Seite. Mit der vielbeschworenen Zusammenarbeit war es in der konstituierenden Sitzung nicht weit her.

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